Schienen-Technik (PZB, LZB, Sifa etc.) für TF-Anwärter

  • Japp, wenn das Hp1 bereits in Sicht ist. :) Mache ich dann auch schon direkt nach dem Anrollen. Und sofort auf 40 Klamotten oder bei freier Strecke sofort alles, was der Fahrplan (und die Traktion) hergibt.

    Zusi?

    Den kenne ich zwar, nutze aber den Loksim. :) Hatte mir dort auch sehr schnell reichlich Triebwagen/Loks und Strecken zusätzlich installiert.

    Einige flogen wieder raus, weil nicht gut gemacht oder fehlerhaft, aber es gibt sehr viele wirklich gute (und auch real existierende) Strecken.

    Und besonders die realistische Umsetzung alter Lok-Serien mag ich sehr.

    Wenn Du da an einer alten Diesellok (bis Fahrstufe 15 per Rad) beim Anfahren sofort über Stufe 3 aufreißt, geht wie "in echt" sofort das Schleudern los und Du musst zurück auf 3 gehen. :D

    Ich erhöhe je nach Zuglast und Strecke meist in 2-stufigen Rastern und warte kurz, ab Stufe 11 kann man dann auch schon mal gleich auf 15 springen, aber selten. Wenn max 80 erlaubt, lasse ich die 15 bis etwa 72 km/h stehen und reduziere dann auf etwa 7, dann komme ich exakt bei 80 aus und je nach Strecke hält er die dann (ohne Steigung oder Gefälle).

    2 km/h zu viel wird ja schon sofort angemeckert, deshalb achte ich immer extrem auf die Speed.

    Eher das Eisenbahn Bundesamt (EBA)

    Ja, das mit der zusätzlichen Polizei hatte ich auch nur mal in einem Ausbildungs-Bericht online gelesen. Die sollen angeblich bei "Rot-Überfahrt" dann trotzdem kommen und einen Alko-Test durchführen.

    Ob das heute in der Praxis wirklich so vorkommt, kann ich aber nicht beurteilen.

    Gruß
    Jörg
    (Jaydee)

  • Falls es jemanden interessiert, wie so etwas aussehen kann, hier mal ein paar Screenshots.:

    Triebfahrzeug ist in diesem Fall eine BR-218 Diesellok, die (nur kurz für die Shots begonnene) Fahrt geht von Dortmund HBF über Witten nach Hagen, eigentlich eine S-Bahn Strecke mit mehreren Haltepunkten.

    Abfahrbereit am Dortmunder HBF, da es leider etwas diesig ist, sieht man das berühmte "U" der Brauerei nicht. Die Bremsen sind gelöst/entlüftet, es liegt nur noch die Federspeicherbremse an und jeden Moment geht es los.

    Bei diesen Loks gibt es nach dem Bremsen einen "Nullstellung-Zwang" um anfahren zu können, das ist bereits erledigt:


    Wir befinden uns noch im "Startmodus", die Fahrt ist also in dieser Zugart auf maximal 45 km/h begrenzt. Ich darf mich daraus (noch) nicht befreien, da kein Fahrt-zeigendes Signal in Sichtweite ist.

    Das ist aber nicht schlimm, da uns eh noch einige Weichen erwarten, die mit maximal 40 km/h überfahren werden dürfen.

    Hier kommt uns gerade ein "Kollege" mit S-Bahn entgegen: :)

    Kurz hinter Dortmund:


    Und fast schon am 1. HP von Witten, das Vor-Signal zeigt uns "Fahrt erwarten", wir bleiben also (noch) auf dem Gas:


    Vielleicht haben die Aufnahmen ein klein bisschen Spaß gemacht und einen Einblick in derartige Simulatoren gewährt. :)

    Zur Förderung der allgemeinen Konzentration (und bei Interesse an der Materie) sind sie ganz nützlich.

    Gruß
    Jörg
    (Jaydee)

  • Müsste man mal probieren ob das dauerhaft Interesse weckt.

    Ich war bei mir auch ganz überrascht. :) Eigentlich hatte mich diese Materie früher nie interessiert (fand es relativ langweilig, weil man nicht "lenken" kann) und war eh immer eher ein Mann der Lüfte.

    Aber dann stieß ich zufällig mal wieder auf einen Simulator (früher gabs ja schon den Microsoft "Train", der mich aber nie interessierte) und merkte schnell, dass man sich dann auch intensiv mit dem Regelwerk, Signal-Kunde, Bremsstrecken, Brems-Hundertstel und halt allem, was ein TF so drauf haben muss, beschäftigen muss.

    Ansonsten kommt man nicht allzu weit damit. :D

    Macht aber tatsächlich Spaß.

    Vor allem auch sehr abwechslungsreich, Du kannst U-Bahn fahren, S-Bahn, aber auch RE und ICE. Und natürlich auch Güterzüge, was wieder andere Anforderungen stellt. Da darf man sich dann auch auf ganz anderes Bremsverhalten einstellen, und natürlich eine andere (untere) Zugart.

    Dafür hat man dort aber auch mal Rangierfahrten usw. mit Funk und allem was dazu gehört, ist schon ganz nett.

    Wie in der Fliegerei musst Du ja auch vieles so wissen, was im Führerstand nirgendwo steht. Zum Beispiel auch, wie schnell (innerhalb welcher Strecken) Du unterhalb der jeweiligen Überwachungsgeschwindigkeiten sein musst, damit keine Zwangsbremsung droht, oder was unterhalb der Umschaltgeschwindigkeit dann der "restriktive Überwachungsmodus" bedeutet und solche Dinge halt.

    Das hat man aber ziemlich schnell drauf. Dazu gibt es gute Seiten im Netz, wo auch vieles mit Diagrammen usw. erläutert wird. Wichtig ist halt zunächst vor allem (neben den wichtigsten Signalen), dass man sich die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der PZB-Fahrerei rein paukt. Ohne die geht gar nichts.

    Oder auch was zu tun ist, wenn ein Hauptsignal mal defekt ist (kommt dort auch vor) und "Dauerrot" anzeigt. :D

    Wenn es als defekt bzw. "inaktiv" markiert ist, ist alles gut. Ansonsten hilft nur Anhalten, nachfragen und ggf. ein (schriftlicher/telefonischer) "Befehl 40", um mit Befehlstaste langsam daran vorbei fahren zu dürfen.

    Also insgesamt ist das schon eine recht witzige Sache und gewährt einen guten Einblick in die Tätigkeit. Auf manchen Strecken gibt es auch (automatische wie manuell ausgelöste) Haltepunkt-Ansagen, die klingen dann wie "in echt".

    Gruß
    Jörg
    (Jaydee)

  • Ansonsten hilft nur Anhalten, nachfragen und ggf. ein (schriftlicher/telefonischer) "Befehl 40", um mit Befehlstaste langsam daran vorbei fahren zu dürfen.

    Stimmt nicht so ganz. Dafür gibt es unter anderem Mastschilder, welche dir bei gestörten oder ausgefallenen Signalen anzeigen was du zu tun oder zu lassen hast :) ansonsten auch gerne genutzt ohne das man den FDL "nerven muss" Zusatz Signale (ZS)

    Übrigens habe ich Trainsimulator 2021 (Dovetail Games gekürzt "DTG"), LokSim3D und ZuSi auf den PC.

    DTG ist zwar teilweise mit PZB und sifa ausgestattet aber eher rudimentär.

    Loksim lässt das feeling schon deutlich mehr werden hat aber Sachen die ab und an fehlen, ist aber schon echt gut.

    ZuSi im privaten Bereich soll eigentlich nicht zum üben genommen werden aber ist (nutzt man nicht den schummel Modus) doch echt super dafür. Wobei man hier anmerken muss das er dem Professionellen lern ZuSi im vielen nachsteht.

    In der Freizeit oder mal eben so fahre ich gerne Loksim3D will ich lernen oder bisschen tiefer eindringen nehme ich ZuSi :)

  • Dafür gibt es unter anderem Mastschilder, welche dir bei gestörten oder ausgefallenen Signalen anzeigen was du zu tun oder zu lassen hast :)

    Ja stimmt, das meinte ich auch mit "Markierung". Oder halt (nachts) auch das weiße Zusatzlicht, das signalisiert dass das Signal bewusst abgeschaltet wurde (weil es z.B. momentan nicht benötigt wird).

    Hier z.B. an einem (im verkürzten Bremsweg stehenden) Vorsignal, das obere:

    Zusatzlicht an inaktivem Signal

    Ich mag den LokSim3D auch sehr, beim ZuSi sehen mir viele Führerstände zu "gemalt" aus bzw. gefällt mir zumindest überwiegend die gesamte Grafik nicht so.

    Gruß
    Jörg
    (Jaydee)

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