• Hallo liebe Community,

    ich arbeite nun seit 2007 mit Foren und habe mir vor kurzem die Frage gestellt, ob Foren aussterben.
    Ist dies zum Teil auch durch den ganzen Social Krams wie Facbook bedingt, oder möchten die Leute einfach was neues, weil Altes Sie so schnell langweilt.
    Ich mein die Welt dreht sich immer schneller und Leute sind ja Neuerungen irgendwie gewohnt. Sei es bei der Technik wie Handys oder whatever.
    Werden die Leute sich irgendwann besinnen und back to the Roots kommen?
    Haben sich schon Alternativen aufgetan, die Zukunft oder sogar die Ablösung?
    Ich finde diese Fragen sind sehr interessant und ich würde gerne wissen, wie Ihr das so seht :)

    Gruß Leon

  • Wieso sollten Foren aussterben? Ich nutze ja sogar noch Newsgroups und Mailinglisten. Selbst die sind nicht ausgestorben. Ein Soziales Netzwerk ist auch nicht wirklich mit einem Forum vergleichbar, finde ich.

  • Foren sterben bestimmt nicht aus, doch stehen Sie in unserer Konsumgesellschaft in Konkurrenz mit Blogs, Social Media, Youtube-Channels usw.
    Wenn du nicht gerade ein Forum für eine Nische betreibst ist heute dank Tante Google und den obigen Instrumenten häufig deine Frage beantwortet.

    Merke ich gerade bei einem eigenen Projekt, bei welchem ich mir auch überlegt habe, ob ich dazu einen Blog starte oder auf den Austausch in einer Foren-Community setze. Gesetzt habe ich auf ein Forum, bin mir aber nach ein paar Monaten nicht sicher, ob es die richtige Entscheidung war.

    Gruss Andi

  • Foren sterben nicht aus, sie passen sich an.

    Foren beschränken sich immer mehr auf Nischen und einzelne Fachgebiete. Dort sammelt sich "Fachpublikum", die vernünftige, sachliche und ruhige Information und auch Kommunikation suchen. "Allround-Foren" haben gegen Social Media verloren.

    Die kurzsichtige Laberei der Social Media-Dienste ist aus den meisten Foren verschwunden. Klar gibt es immer wieder einzelne "Laber-Threads", aber ein Forum nur zum Zweck der Laberei ist kaum noch existenzfähig. Ernsthaft thematisierte Foren haben vorher schon auf Chat oder Shoutbox verzichtet. Heutzutage ist sowas in meinen Augen komplett überflüssig geworden.

    Foren haben einen Vorteil, den Social Media-Dienste nicht haben können: sie haben ein quasi unendlich langes Gedächtnis. Sie eignen sich zum Zusammentragen, Bewahren und Archivieren von Fachwissen. Gut thematisierte Fach-Foren sind da mitunter besser sortiert als so manche physikalische Bibliothek, mittels Suchfunktion auch technisch überlegen. Sowas findest Du bei Facebook, WhatsApp etc nicht.

  • ...Ergänzend würde ich gerne noch hinzufügen, dass auch etwas allgemein gehaltene Hobbyforen (Ich meine hier speziell das Thema Gaming) einen großen Ansturm haben. Im Gegensatz zu anderen existierenden sozialen Medien herrscht in einem gut strukturiertem Forum eine viel intensivere Form einer Community. Man ist nicht gänzlich anonym, sofern man es zulässt. Der Vergleich zu Facebook wird ja immer gerne herangezogen, um Foren als aussterbene Erscheinung hinzustellen (Der TE ist hier nicht gemeint). Allerdings gibt es zwischen Stammuser in einem Forum eine viel engere Verbindung. Wo kann man sonst mal eben anzeigen, wer demnächst Geburtstag hat und nette Grüße auf der Pinnwand hinterlassen, oder eine persönliche Signatur erstellen? Das trägt alles zu einer starken Gemeinschaft bei, die es in ihrer hohen sozialen Form in anderen Medien so nicht gibt.

    Das Thema Shoutbox und Chat sehe ich anders. In bestimmten Fachforen, die "ernsthaft" und seriös einen Support anbieten, tun das teilweise auch erfolgreich mit einem Chat, der allerdings keinen "Labergedanken" hat, sondern eine legitime Form des Supports ist. Ich kenne Foren, da wird ein Chat für schnelle Problemlösungen genutzt, anstatt ein Ticket eröffnen zu müssen. So eine Sache ist natürlich nicht zwingend notwendig, allerdings für einige Supportforen auch nicht überflüssig.

    Im Gegensatz zu Supportforen, haben "Hobbyforen" das Ziel, was mehr im Vordergrund steht, einen starken Zusammenhalt zu fördern. Während es beim Support rein um die technische Seite geht und es keinen interessiert, wer wann z.B. Geburtstag hat, ist soetwas in einem anderen Forum schon wichtiger. Und hier eignet sich die Shoutbox wunderbar, um banal ausgedrückt, seine sozialen Kontakte zu pflegen. Denn ein "Hallo wie gehts", ein "lass uns mal heute Abend in den Temaspeak" oder "Gute Nacht, bis Morgen" lässt sich wunderbar in der Shoutbox kommunizieren. Die Alternative dazu wäre nicht, dass Threads aufgemacht werden, sondern es gibt keine. Diese "Nebenbeiinformationen" werden ohne die SB einfach nicht kommuniziert. Bei mir im Forum wird die SB sehr stark genutzt und ich merke spürbar, wie diese das soziale Miteinander verstärkt.

    Beim Thema SB und Chat kommt es in meinen Augen also immer auf die Art und den Gegenstand des Forums an. Während es bei einigen Foren nicht zur Verbesserung beiträgt, kann es in anderen Foren schonwieder ganz anders aussehen und eine sinnvolle Erweiterung sein. Das ist im Endeffekt natürlich dem Admin überlassen, allerdings allgemein diese beiden Sachen als überflüssig zu bezeichnen, halte ich für nicht richtig. Am Schluss entschiedet eine Community, ob sowas überflüssig ist oder nicht. Bei mir ist es das auf jeden Fall nicht.

    Weiterhin, wie Old Rebel schon erwähnt hat, ist ein Forum ein Archiv. Kategorien, es gibt Unterforen und es gibt Threads in allerlei Formen. Hier kann man sehr gezielt nach Informationen suchen oder auch in einem speziell dafür eingerichteten Bereich versuchen, Information per Thread oder Beitrag einzuholen. Eine tolle Möglichkeit, um effektiv seine Belange zu befriedigen.

    An dieser Stelle muss ich allerdings auch erwähnen, dass die Vorzüge eines Forums bei "jungen" Leuten oft nicht geschätzt werden, oder die diese garnicht kennen. Viele kommen in das internetfähige Alter und beginnen mit Facebook. Da es ja nun für alles und jeden inzwischen eine FB Seite gibt, wird entsprechend darüber auch erst versucht, Informationen einzuholen und in einer virtuellen Community zugehörig zu sein. Erst später wird dann eventuell die Form eines Forums entdeckt und auch verstanden, worum es da geht. Ein andere Form der "social media" kann natürlich kein Forum in seiner kompletten Form ersetzen, allerdings stehen meiner Meinung nach diese beiden Dinge bei jüngeren Leuten schon in Konkurrenz zueinander. Einfach, weil man sich an FB und co gewöhnt hat. In den letzten Jahren entwickelt sich die Forensoftware ja auch weiter und passt sich im Allgemeinen den Belangen der User an. Dass man sich näher an anderen sozialen Medien orientiert, ist nicht nur am Like System zu bemerken. Immer mehr wird sich unterschiedliche Software annähern, was wohl an der einheitlichen Bedienung und der Nachfrage bestimmter Funktionen liegt.
    Da ich selber viele junge User habe, sehe ich oft die Frage im Forum "was kann man hier so machen?". Ich habe also viele "Erstforumbenutzer", die erstmal den Sinn verstehen müssen. Wirklich fast alle kommen von FB und ziehen den Vergleich. Einige hauen gleich wieder ab, weil FB ja viel einfacher sei und es ihnen alles viel zu kompliziert sei. Ich nenne das in den meisten Fällen Faulheit, sich mit neuem zu beschäftigen und nicht immer den leichtesten Weg zu gehen. Andere beschäftigen sich mit dem Thema "Forum" und erkennen bald viele Möglichkeiten, die andere Medien nicht bieten können.

    Was die ursprüngliche Frage angeht, ob Foren überflüssig geworden sind, kann ich für mich persönlich und mit gutem Gewissen ein klares "nein" antworten. Wie die Sache in Zukunft aussehen wird, weiß ich allerdings nicht. Die Tatsachen, dass die verschiedenen Medien immer mehr zusammenschmelzen, dass wir in einer schnellebigen Gesellschaft leben, wo gerne immer der einfachste Weg bestritten wird und die Unterhaltung statt das eigene Denken im Vordergrund steht, lässt in meinen Augen die Zukunft der Foren offen. Ich hoffe inständig, dass Foren nie aussterben, denn das sind die Bibliotheken der virtuellen Geschichte.

  • Hallo,

    grundsätzlich kann man auch bei FB eine FAQ, Downloadbereich, oder sonstige Funktion einbauen. Die APIs sind ja alle vorhanden und es kommen ständig neue Funktionen hinzu. Insofern kann man damit auch Support geben. Die Frage ist, ob man die Daten und Infos auch einfach kostenlos an FB abgeben will.

    Der einzige Haken sind längere Konversationen und Themen wieder zu finden. Aber bei der Suche tut sich auch so manche Forensoftware schwer. Und so lange es keine semantische Suche in der Forensoftware gibt wird das leider auch so bleiben. Also aktuell ein patt.

    Weitere Vorteil von sozialen Netzwerken wie FB: Sie werden ständig weiterentwickelt und auf neue Technologien und Geräte angepasst. Ob das ein Forensoftwareanbieter in der Form leisten kann, wage ich mal zu bezweifeln.

    Auch ist es einfach neue Mitglieder für seine Seite, Gruppe zu generieren. Sie sind ja sowieso schon da. Geld ausgeben wird einem einfach gemacht. Geld mit einer FB Seite zu verdienen halte ich hingegen für schwieriger als mit einem Forum.

    Nach meiner Erfahrung tun sich manche mit Foren schwer, weil die Bedienung nicht immer intuitiv ist. FB kennt man, weil man ständig dort unterwegs ist.

    Ein Forum wird nur bestehen, wenn es relevante Inhalte und eine gute Community mit entsprechenden Spezialisten für ein Thema hat.

    Insgesamt sehe ich soziale Netzwerke wie FB, vor allem zukünftig, leicht im Vorteil.

    Grüße
    CCFF

  • Fazit meinerseits:

    Die Teilnahme im Netz differenziert sich aus.

    An Foren haben und werden weiterhin Interesse diejenigen haben, die (Tautologie...!) ein echtes Interesse daran haben. Aus den Diskussionen ergeben sich in etwa drei Hauptzverweigungen als plausibel: Fachlich an einem spezifischen Thema, einer spezifischen Frage, einem spezifischen (eventuell auch persönlichen) Problem Orientierten; allgemein an langfristigem Austausch unter Orientierungs-"Verwandten" Orientierten; Selbsthilfe-Themen und Zufluchtsangebote für angebliche "Rest-Minderheiten".

    Letztlich eine Entwicklung zum Besonderen. Deswegen bin ich zum Teil skeptisch, was die Angleichung an die "Social Groups" & Fakebooks u.ä. angeht. Als ein willkürlich herausgegriffenes Beispiel nenne ich zum Beispiel die Abschaffung der Freundschaftsanfragen, die Umbenennung der PNs. Da wäre ich eher für Vorsicht. Das aber das allgemeine Erscheinungsbild auch ein Mindestmaß an Erkennungsmerkmalen für Jüngere anzubieten hat, leuchtet mir ein.

    Foren werden bleiben. Die allgemeinen und fachlichen Ansprüche an sie werden sich jedoch etwas steigern. (Und wenn ich falsch liege, kann ich immer noch meine Aussagen im Nachhinein verdrehen...)


    abifiz

    Meine sehr kluge Signatur befindet sich noch in der Herstellungsphase. Falls keine gravierenden Inkompatibilitätsprobleme auftauchen werden, rechne ich mit ihrer Lieferung für das 1. Quartal 2034. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.

  • Hui, doch so alt die Diskussion. ;)

    Ich kann deine Erfahrung jedenfalls nicht bestätigen und über die breite Masse an Foren, an denen ich in irgendeiner Form beteiligt bin, sieht das überall gleich aus.

    Da hast du absolut recht. Ich merke auch, dass sich die Forenlandschaft stark ausdünnt. Es gibt wenige sehr gut laufende Foren, die auch einen regen Zuspruch haben, aber die meisten mittleren und gerade auch die kleinen Foren sind in den letzte Jahren quasi alle ausgestorben und verschwinden nun auch nach und nach. Ich kenne von früher 3 - 4 WarHammer Foren, davon ist im deutschsprachigen Raum quasi nur noch eines über geblieben. International sieht es da nicht anders aus.

    Und seit Discord sich immer weiter entwickelt hat, merke ich auch, wie sich in Spielen Clans/Gilden und CO auf Discord zurück ziehen, statt ein eigenes Forum zu nutzen usw.

    Große Firmen schließen ihre Foren ebenfalls mehr und mehr (explizit wegen dieser Beobachtung, was es dann natürlich auch zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung macht) - ich halte das ganz eindeutig für einen unaufhaltbaren und allgemeingültigen Trend, der wie jede Regel ein paar Ausnahmen hat. Dass Foren global abnehmen wird wohl kaum jemand bestreiten, der zwei Augen hat.

    Foren werden in der Regel glaub ich eher bei den Seiten überleben, die selbst einen hohen redaktionellen Anteil haben und die Foren als "Kommentare" für ihre Inhalte nutzen. Darüber hinaus werde noch eventuel Special-Interest-Foren überleben, ansonsten stimme ich dir zu.

  • der schon längst durch ist

    Ist das so? Denke das es 2022 noch ein relevantes Thema ist.

    Das frage ich mich auch gerade.

    Wofür einen exakt gleichen Thread aufmachen? Es macht doch Sinn dieses Thema wieder aufzugreifen?

    Meiner Ansicht nach ist aussterben der falsche begriff. Es kommt ja immer drauf an wie man es und wofür man es nutzt. Über die Funktionsvielfalt kann man sich streiten, ob diese noch verhältnismäßig ist am Ende.

  • Das Thema wurde 2014 eröffnet. Wie man sieht, sind Foren nicht ausgestorben. Die Diskussion gab es immer und wird es immer geben. Und doch passiert es nicht. Ein Forum ist ein Werkzeug. Foren werden nicht grundsätzlich aussterben, nur weil es heute auch noch andere Werkzeuge gibt. Ich habe es schon öfter gesagt: Es liegt an jedem Betreiber selbst, sich an die sich verändernden Anforderungen der Nutzer anzupassen. Nicht jeder Betreiber möchte das (manchmal sind andere Werkzeuge tatsächlich besser geeignet), nicht jeder Betreiber kann das. Aber wer das möchte und es richtig angeht, wird auch in Zukunft noch erfolgreich ein Forum betreiben können.

    Auch das habe ich schon öfter gesagt: Meine Foren zeigen seit Bestehen bis in die Gegenwart durchgehend Wachstum. Es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern wird. Und selbst wenn, dann setze ich mich damit auseinander und passe mich an.

    Was mich an der ganzen Diskussion immer stört, ist die Tatsache, dass einige Betreiber das als Ausrede für ihren persönlichen Misserfolg heranziehen. Besonders erbärmlich finde ich Aussagen der Art „Die bösen sozialen Netzwerke nehmen einem Forum die ganzen Nutzer weg“. Blödsinn. Beides kann problemlos ko-existieren. Der „Trick“ ist, andere Werkzeuge nicht zu verteufeln, sondern aktiv mit einzubeziehen, wenn die eigene Zielgruppe ein Interesse daran hat. Die Interessen seiner Nutzer zu ignorieren, das ist es, was zum ungewollten Untergang einzelner Foren führt.

    Edited 2 times, last by Cadeyrn: Wort vergessen (November 30, 2022 at 12:27 PM).

  • Ich möchte an dieser Stelle nochmal auf das folgende Zitat verweisen, dass aus meiner Sicht auch aktuell noch zutrifft.

    OldRebel
    June 10, 2014 at 11:27 AM
    Quote

    Foren beschränken sich immer mehr auf Nischen und einzelne Fachgebiete. Dort sammelt sich "Fachpublikum", die vernünftige, sachliche und ruhige Information und auch Kommunikation suchen.

    Genau dies trifft sowohl für mein Forum, als auch andere Foren in denen ich Mitglied bin zu.

    Gruß Markus

    WoltLab Suite 5.5.21

  • Also eines meiner zwei Foren fällt als Teil einer Websoccer-inspirierten Fußball-Simulation weder in die Kategorie Nische noch Fachgebiet. Ich denke, die Anwendungsgebiete sind nach wie vor vielfältig. ;)

  • Hui, doch so alt die Diskussion. ;)

    Da hast du absolut recht. Ich merke auch, dass sich die Forenlandschaft stark ausdünnt. Es gibt wenige sehr gut laufende Foren, die auch einen regen Zuspruch haben, aber die meisten mittleren und gerade auch die kleinen Foren sind in den letzte Jahren quasi alle ausgestorben und verschwinden nun auch nach und nach. Ich kenne von früher 3 - 4 WarHammer Foren, davon ist im deutschsprachigen Raum quasi nur noch eines über geblieben. International sieht es da nicht anders aus.

    Und seit Discord sich immer weiter entwickelt hat, merke ich auch, wie sich in Spielen Clans/Gilden und CO auf Discord zurück ziehen, statt ein eigenes Forum zu nutzen usw.

    Foren werden in der Regel glaub ich eher bei den Seiten überleben, die selbst einen hohen redaktionellen Anteil haben und die Foren als "Kommentare" für ihre Inhalte nutzen. Darüber hinaus werde noch eventuel Special-Interest-Foren überleben, ansonsten stimme ich dir zu.

    Also Querzitate durch Threads und über 8 Jahre hinweg habe ich bisher auch noch nicht gesehen, aber sehr interessante Nutzung der Zitatfunktion :D

    Ich spreche Cadeyrn überhaupt nicht ab, dass sein Forum toll läuft. Das freut mich. Ebenso wenig anderen. Meine Beobachtungen beziehen sich auf Erfahrungen aus beruflicher Betreuung dieses Themenkomplexes in internationalem Umfeld seit einigen Jahren. Ich finde eine Allgemeingültigkeit ist bereits dann gegeben, wenn statistisch hinreichend offensichtlich ist, dass im Gesamtüberblick eine starke und stetige Nutzungsabnahme stattfindet. Und das kann meines Erachtens niemand mit Überblick bestreiten. Man kann es aber natürlich auch so definieren, dass Allgemeingültigkeit nur dort ist, wo es auch keine Ausnahmen gibt. Das ist mir aber nicht als übliche Definition bekannt.

    Discord ist ja nur eine von vielen Plattformen. Auch die Altersstruktur von Foren muss analysiert werden, um eine Aussage treffen zu können. Es nützt nichts, wenn spätere Generationen diese noch intensiv nutzen - die sind irgendwann weg. Ein Neueinstieg in die Nutzung von Foren durch Jüngere kann ich aber nirgendwo in relevantem Maß beobachten.

    Kleine Foren beziehe ich erst gar nicht ein - die haben für mich keine Relevanz, sind Liebhaberei. Ebenso interne Foren die von Firmen genutzt werden. Eine Fachspezialisierung für Foren habe ich aber schon immer vorgefunden. Ich hatte mal so eine unspezialisierte Community, aber da war das Interesse ja schon Ende der 2000er nicht mehr groß. Foren haben schon immer den Vorteil gehabt, eine lebendige, ausführliche Diskussionskultur zu ermöglichen - gerade in spezialisierten Bereichen, wo sich Menschen mit gleichen Interessen treffen. Das ist für mich absolut kein neues Phänomen, dass Foren sich auf Themengebiete spezialisieren. Das war schon immer so. Die meisten der paar "Allround-Communities" hatten es auch damals schon nicht leicht und sich irgendwann spezialisiert. Heutzutage geht es aber eben Richtung großer Plattformen, die dann wiederum mit Gruppen und anderen Methoden arbeiten, um Gleichgesinnte zusammenzubringen.

    Wenigstens hat es mir ein Lächeln abgerungen, als Discord seine sehr simplen Foren vor einem Monat eingeführt hat - ich nutze das auch schon recht erfolgreich, wenngleich das einem Forum nicht nahe kommt und die typischen Verhaltensweisen hinsichtlich Übersichtlichkeit und Diskussionslänge und Umgang dort auf dem selben Niveau bleiben, wie generell auf der Plattform. Aber auch auf Discord kann man noch gut Diskussionen führen - die Threads dort sind auch super praktisch, aber ab gewisser Größe des Discords einfach nicht mehr übersichtlich, wie auch die neuen "Foren".

    Foren werden in der Regel glaub ich eher bei den Seiten überleben, die selbst einen hohen redaktionellen Anteil haben und die Foren als "Kommentare" für ihre Inhalte nutzen. Darüber hinaus werde noch eventuel Special-Interest-Foren überleben, ansonsten stimme ich dir zu.

    A la PCGH? Ja, das kann ich mir gut vorstellen.

    Bin ich eigentlich blöd, oder warum erinnert mich alles an dir an Teralios? Gibt's den noch? :D

    Meine Beiträge stellen - sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet - ausschließlich meine subjektive und aus Erfahrung und / oder Reflexion gewonnene Meinung dar und sind nicht als Fakten zu verstehen. Meinungen sind persönliche Ansichten und benötigen keine Belege. In Deutschland gilt nach Artikel 5 des Grundgesetzes Meinungsfreiheit. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar, hierzu bin ich nicht befugt.

  • Bin ich eigentlich blöd, oder warum erinnert mich alles an dir an Teralios? Gibt's den noch

    Nein, der liegt gefesselt und verpackt im Abstellraum im Kopf. Er will zwar heraus kommen, aber das lass ich nicht zu, der war immer etwas zu schnell gereizt und zu unlieb, da hab ich jetzt die Führung übernommen!

    Und ja, das hört sich schizophren an, ist es aber nicht, höchstens er kommt aus der Abstellkammer und ist plötzlich mit am Ruder! 😁

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