Smalltalk - Labern, reden, diskutieren...

  • Kurze Rückmeldung:

    Irgendwo in einem Bereich, indem die Größe des Tablespaces kleiner als der konfigurierte Wert ist, wird's eine angemessene Konfiguration. Bei deinen Communities grob geschätzt irgendwo im Bereich von 4 - 8 GB.

    Ich habe den Wert jetzt auf 4 GB erhöhen lassen (ist gegenüber den 256 MB vom alten Webhosting ja eh schon eine ordentliche Steigerung) und ja, ich würde sagen, das läuft jetzt besser. :)

    Das bringt mich zu einer weiteren Frage, nachdem es so gut geklappt hat, das umstellen zu lassen: Gibt es noch andere Optionen, von denen du sagst, dass man sich diese ansehen sollte? Mir ist natürlich klar, dass man die beste Optimierung immer individuell erzielt und sich schwer pauschalisieren lässt, dass man Option X auf Wert Y setzen sollte. Die Frage zielt eher darauf ab, ob es noch weitere Optionen gibt, von denen die Erfahrung zeigt, dass man damit gute Ergebnisse erzielen kann, oder dass diese grundsätzlich relevant für die WoltLab Suite, eine WordPress-Seite oder ganz allgemein für MariaDB sind. Ich bin quasi auf der Suche nach den Low hanging fruits. ;)

  • Hallo,

    ja, ich würde sagen, das läuft jetzt besser

    wer hätte damit rechnen können ;)

    Gibt es noch andere Optionen, von denen du sagst, dass man sich diese ansehen sollte?

    Es gibt noch ein paar andere no-brainer [1], aber ehrlich gesagt kann ich hier nicht die Arbeit für andere Systemadministratoren machen. Grundsätzlich ist all das ja auch bereits zur Genüge im Internet (und auch im MySQL-Handbuch) diskutiert bzw. dokumentiert.

    [1] Das schließt diesen einen Dauerbrenner an unsinniger Webhoster-Konfiguration ein, der hier im Forum schon zuhauf diskutiert wurde :)

  • Das Problem ist halt, dass sicher viel dokumentiert ist, aber man auch wissen muss, wonach man suchen muss. Und die Standard-Einstellungen müssen ja auch irgendeinen Sinn haben, weswegen es natürlich weniger zielführend ist, einfach blind alles zu ändern. Zumindest konkret in Bezug auf die WoltLab Suite gibt es hier im Forum natürlich die größte Erfahrung, was für Konfigurationen in der Vergangenheit bereits für Probleme oder umgekehrt für Verbesserungen gesorgt haben. Oder in Bezug auf WordPress, was vielleicht von anderen Einstellungen profitiert und populär genug ist, dass es vielleicht hier auch Erfahrungen damit gibt. Ich verstehe, dass du dich nicht als Systemadministrator für andere siehst. Ich werde auf jeden Fall auch meine Augen offen halten und schauen, was ich an Informationen gewinnen kann. Aber vielleicht hat ja auch sonst jemand Erfahrungen, die er oder sie gerne teilen würde. Ich habe immer zwei, drei offene Ohren, wie Stromberg sagen würde. ;)

  • Ich habe gestern erstmal angefangen potenzielle N+1 Fehler zu suchen und zu finden ^^ .

    Ongoing jetzt mal ein wenig Fake-Daten zu erstellen, um auch wirklich die Möglichkeit zu haben!

    Projekte:

    XIVDATA - Eorzea Database

    A red dragon falls from the heavens... Ah, that memory has been lost. A shame. It was a favorite of mine...

  • Hallo,

    Und die Standard-Einstellungen müssen ja auch irgendeinen Sinn haben, weswegen es natürlich weniger zielführend ist, einfach blind alles zu ändern

    Ja, die Standard-Einstellungen sind insofern alle korrekt, als diese dir die Garantien an eine korrekte Funktionsweise und Datensicherheit bieten („ACID“). Was die dir nicht liefern ist Performance, weil das von Hardware und Workload abhängt. Ein Buffer-Pool von 4 GB kann naturgemäß nicht auf einem 2 GB-RAM-System funktionieren.

    Ganz allgemein sollte man nie irgendwelche Einstellungen blind ändern, ohne sie zu verstehen. Egal ob jetzt MySQL, nginx, Apache, PHP oder beim Firefox die about:config. Aber dafür gibt es die entsprechende Referenzdokumentation, in der das Verhalten beschrieben wird. Für die meisten Einstellungen gilt die Faustregel: Wenn du nicht a-priori weißt, dass du die umstellen solltest, dann bist du nicht die Zielgruppe ^^

    Abseits von Konfigurationseinstellungen kann ich nur als Empfehlung geben, von MariaDB auf MySQL 8 zu wechseln :saint:

  • Das Problem ist halt, dass sicher viel dokumentiert ist, aber man auch wissen muss, wonach man suchen muss. Und die Standard-Einstellungen müssen ja auch irgendeinen Sinn haben, weswegen es natürlich weniger zielführend ist, einfach blind alles zu ändern. Zumindest konkret in Bezug auf die WoltLab Suite gibt es hier im Forum natürlich die größte Erfahrung, was für Konfigurationen in der Vergangenheit bereits für Probleme oder umgekehrt für Verbesserungen gesorgt haben. Oder in Bezug auf WordPress, was vielleicht von anderen Einstellungen profitiert und populär genug ist, dass es vielleicht hier auch Erfahrungen damit gibt. Ich verstehe, dass du dich nicht als Systemadministrator für andere siehst. Ich werde auf jeden Fall auch meine Augen offen halten und schauen, was ich an Informationen gewinnen kann. Aber vielleicht hat ja auch sonst jemand Erfahrungen, die er oder sie gerne teilen würde. Ich habe immer zwei, drei offene Ohren, wie Stromberg sagen würde. ;)

    Was Tim eher meint ist, dass dein Hoster das eigentlich alles selber wissen sollte. Es gibt keine Einstellung, von der man jetzt sagen könnte, die ist optimal für die WoltLab-Software. Der Manager deines Servers hat ja nicht nur die Aufgabe, deine Wünsche entgegen zu nehmen und ggf. umzusetzen, sondern beispielsweise auch pro-aktiv zu handeln, wenn etwas auffällt. Dazu gehört auch die Anpassung von Werten des Datenbankservers. Hetzner tut dies beispielsweise auch.

    Es gibt sowieso keine allgemeingültigen Performance-Tricks, weil jeder Server anders ist. Man kann lediglich Werte überwachen und diese bei Bedarf an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen.

  • Ganz allgemein sollte man nie irgendwelche Einstellungen blind ändern, ohne sie zu verstehen. […] oder beim Firefox die about:config.

    Im Falle von Firefox funktioniert das oft leider nicht. Da reicht in einem Artikel schon das Wort „Datenschutz“ und die Nutzer fangen an, blind und ohne irgendwas in Frage zu stellen die unsinnigsten Empfehlungen via about:config umzusetzen, die teilweise sogar die Sicherheit reduzieren oder aus anderen Gründen völliger Blödsinn sind. X/

    Abseits von Konfigurationseinstellungen kann ich nur als Empfehlung geben, von MariaDB auf MySQL 8 zu wechseln :saint:

    Oh, wieso das? Nicht, dass ich die Wahl hätte. Aber wurde MariaDB nicht immer als das bessere MySQL angepriesen? Vielleicht nicht zwingend wörtlich, aber der Eindruck hat sich mir aufgedrängt. Hat sich die Weltlage diesbezüglich schon wieder geändert?

    Der Manager deines Servers hat ja nicht nur die Aufgabe, deine Wünsche entgegen zu nehmen und ggf. umzusetzen, sondern beispielsweise auch pro-aktiv zu handeln, wenn etwas auffällt. Dazu gehört auch die Anpassung von Werten des Datenbankservers. Hetzner tut dies beispielsweise auch.

    Danke, das ist interessant. Mir war nicht klar, dass die Leistungen beim Managed Hosting so weit gehen sollten.

  • Hallo,

    Oh, wieso das? Nicht, dass ich die Wahl hätte. Aber wurde MariaDB nicht immer als das bessere MySQL angepriesen? Vielleicht nicht zwingend wörtlich, aber der Eindruck hat sich mir aufgedrängt. Hat sich die Weltlage diesbezüglich schon wieder geändert?

    Das war im Wesentlichen FUD, weil „Oracle Bad“. Nachdem Oracle Sun gekauft hatte, wurde Panik geschoben und MySQL dann in MariaDB geforkt. Aus Angst davor, dass Oracle MySQL schlechter macht oder einstellt (damit man die $$$$$$$-Oracle-Datenbank verkaufen kann).

    Tatsächlich ist aber das absolute Gegenteil passiert: Oracle hat mit MySQL 8 eine ganze Menge der Altlasten rausgeschmissen oder modernisiert und das führt sich mit jeder weiteren Version fort. Als Beispiel: MySQL 8.0.22 hat eine Optimierung ergänzt, die dazu führt, dass Prepared Statements tatsächlich wiederverwendet wurden. Eigentlich hatte ich angenommen, dass das schon immer der Fall wäre, weil … das irgendwie der Sinn von Prepared Statements ist, sonst wären es nur parametrisierbare Statements. War aber nicht so. Neben diesem konkreten Beispiel gibt's quasi in jeder MySQL 8.0.x-Version irgendwelche lang überfälligen Verbesserungen am Optimizer.

    Ein anderes Argument, was ich irgendwann™ mal in einem Rant gelesen habe und dem ich nicht widersprechen kann: MySQL gilt historisch (zu Recht!) als schlecht entworfene Datenbank, während Oracle grundsätzlich als extrem leistungsfähige Datenbank angesehen wird (nutzt nur keiner, weil $$$$$$$$$$$$$$$). Wo sind denn jetzt die Entwickler, die für die Architektur von MySQL verantwortlich sind? Und wo sind die Entwickler, die für die Architektur von Oracle verantwortlich sind? ;)

  • nutzt nur keiner

    Meine Firma schon ^^

    Wir haben aber fühlt alles drin, Oracle DBs, MySQL, MariaDB, PostgreSQL.

    Glaub das ist auch etwas anwendungsspezifisch ^^

    „If you can only do one thing, hone it to perfection. Hone it to the utmost limit!“ – Zenitsu Agatsuma

  • Das ist bei mir mal ganz lustig gewesen (wenn man sich die Server anschaut, noch immer Teils).
    Wir sind ja aber von MySQL/MariaDB auf PostgreSQL gewechselt... und auf ein DWH.


    Verstehe ich wie dieses DWH funktioniert? Nein ^^ . Muss ich es? Zum Glück nicht! Ich habe Views/Materialized Views lieben gelernt... :saint:

    Wer möchte, darf nun raten welcher Server für was gut ist:

    Projekte:

    XIVDATA - Eorzea Database

    A red dragon falls from the heavens... Ah, that memory has been lost. A shame. It was a favorite of mine...

  • Das ist bei mir mal ganz lustig gewesen (wenn man sich die Server anschaut, noch immer Teils).
    Wir sind ja aber von MySQL/MariaDB auf PostgreSQL gewechselt... und auf ein DWH.


    Verstehe ich wie dieses DWH funktioniert? Nein ^^ . Muss ich es? Zum Glück nicht! Ich habe Views/Materialized Views lieben gelernt... :saint:

    Wer möchte, darf nun raten welcher Server für was gut ist:

    Views und Cubes habe ich mal gelernt zu verstehen. Das wars aber auch ^^

    „If you can only do one thing, hone it to perfection. Hone it to the utmost limit!“ – Zenitsu Agatsuma

  • So, Bibliotheks- und Medienmesse rum, Rucksack gefühlt mit zig tausenden Give-Aways voll, zig Vorträge.

    Lustig war: Eine TH entwickelt eine Regal-App um digitale Bestände und ausgeliehen besser zu präsentieren und beim Treffen mit einem Ausrüster bekomm ich einen Prototypen zu seh n, der dass kann, nur besser und flexibler, auch anhand unserer RFID Etiketten.

    Wobei der Vortrag über die Masterarbeit schon toll war.

    Und tolle Automaten für die Digitalisierung von Medien gesehen, nur verdammt teuer. A3 geht so ab 8000,- los. Voll automatisiert mit passenden Funktionen für alte Büchet reden wir locker von einem Porsche oder Mercedes.

    Da schlackern die Ohren.

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