Social Features

  • Es geht darum: Du hast auf deiner Website zwei Dinge, die ich interessant finde und bei denen ich gerne wissen wollte, ob du grob andeuten könntest, wie man das umsetzen und ggf. anpassen könnte? Wichtig ist mir, ich möchte nichts kopieren, nicht den Lösungsweg serviert bekommen, sondern mir geht es um die Vorstufe, um einzuschätzen, ob und was geht, in Ordnung?


    Da ich mehr als ein halbes Dutzend Webseiten selbst betreibe, ist es grundsätzlich immer hilfreich, wenn gesagt wird, um welche Webseite es geht. Ich musste jetzt anhand der Beschreibungen selbst überlegen, was gemeint ist. :D Mir scheint, es geht um https://www.soeren-hentzschel.at/. ;) (ich schreibe momentan echt zu wenig Artikel, muss ich an dieser Stelle mal sagen!)

    Nummer 1: Du hast diese seitliche Laufleiste, die via Icons anzeigen kann, welche Inhalte zur thematischen Kategorie X vorhanden sind. Diese Laufleiste ist nicht fixiert, fungiert aber schön wie ein Ordnungssystem bzw. als visuelle Einstimmung.


    Könnte ich diese Grundidee nehmen und unabhängig von Artikeln theoretisch für WSC nutzen? Könnte ich daraus also z.B. einen Dashboard-Aktivitätsanzeiger machen, der wie eine Timeline funktioniert, eventuell aber sogar individuell von den Nutzern einer Plattform zusammengestellt werden kann?


    Das ist nichts Besonderes. Die meisten News-Seiten ordnen ihre News in irgendwelche Kategorien ein. Meistens hat man dann Text-Links, über welche man zu allen Artikeln aus dieser Kategorie gelangt, in meinem Fall sind es Grafiken. Auf diese Darstellung habe ich natürlich kein Patent, insofern klar, bedien dich an der Idee.


    Speziell zum WSC kann ich nichts sagen, die Seite ist eine WordPress-Seite. Mit Entwicklung für's WSC befasse ich mich nicht (zu wenig Zeit).


    Nummer 2: Man kann die Oberfläche deiner Seite individuell anpassen, eine Art Widget-Prinzip. Die Idee ist toll, weil es die individuelle Usabilty plastisch macht, also das anbietet, was wir oft nur theoretisch diskutieren.


    Meine erste Frage lautet, kannst du anhand eines Tools, Tracking o.ä. eigentlich ablesen, wer was wie einstellt, nutzt oder gibt es dazu keine Analyse? Wenn du Parameter erhältst, könntest du sagen, wie viel Prozent (grob) deiner Leser individuelle Einstellungen vornehmen? Ich würde gerne eine Vorstellung haben, um einzuschätzen, wie beliebt/genutzt es ist/wird, daher die Frage.


    Meine zweite Frage lautet, könnte ich dein Widget-Prinzip als Idee nehmen und so etwas theoretisch auch für WSC/Suite andenken? Heißt, wir sehen nicht mehr reine EAs, sondern die Nutzer können sich im Extremfall wirklich alles individuell zusammenklicken, zusammenstellen und wir geben daher Einstellrechte an sie ab. Der Betreiber hat immer das erste und letzte Wort, behält alle ACP-Rechte, aber die Seite/n selber kann/können dynamisch und individuell konfiguriert werden.

    Wäre das theoretisch möglich oder nicht bzw. zu kompliziert und Missbrauch durch Nutzer wäre möglich?


    Damit andere wissen, worum es geht: es geht um https://www.soeren-hentzschel.at/oberflaeche-anpassen/


    Theoretisch ließe sich sowas tracken und es wäre sicher auch interessant, aber ich habe dafür nie ein Tracking implementiert. Ich kann dir sagen, dass diese Seite im Durchschnitt knapp weniger als einmal pro Tag aufgerufen wird. Das ist nicht viel, daher würde ich von einer Messung nicht erwarten, dass die erhobenen Daten wirklich aufschlussreich sind. Zugegeben, der Link zu dieser Seite ist etwas versteckt, aber selbst wenn das prominenter angeboten würde, ich glaube nicht, dass das sehr viel ändern würde.


    Hier gilt wieder das Gleiche wie bei der anderen Sache: die Idee kannst du gerne übernehmen, zum WSC kann ich nichts sagen. Im Falle meiner Seite ist das simples JavaScript und Speichern der Einstellungen im Local Storage. Das ist also komplett client-seitig, da wird nichts auf dem Server gespeichert (also auch keine Verknüpfung mit irgendeinem Account). Möglich wäre natürlich auch das, aber zur Implementierung muss dir ein WSC-Entwickler mehr sagen.

    "Wir finden Worte, die wie Geschosse treffen, wir leisten Schwüre, die niemals zerbrechen. Wir steh'n zusammen auch wenn man uns nicht mag, wir leben schneller, schneller in den Tag. Unsere Metaphern sind teuflische Ikonen, harte Aphorismen, gewagte Abstraktionen. Ein Strauß von Versen im Idiomenbeet, verbale Blüten wie es geschrieben steht."


    (Saltatio Mortis)

  • Pauschal gefragt: Was wollen Nutzer, ein Forum plus xyz oder redaktionelle EAs plus Forum? :/

    Das schon mal kurz vorweggreifend: Das kommt ja wohl auf die Seite an. Bei einer Zeitung erwartet man letzteres. Geht es primär um den Austausch und erleichtern die Anwendungen diesen nur durch Zusatzfunktionen, wohl ersteres. Hier dürfte es auch nicht ganz unbedeutend sein, was der Betreiber möchte und was dessen Zielsetzungen sind.

    Meine Beiträge stellen - sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet - ausschließlich meine subjektive und aus Erfahrung und / oder Reflexion gewonnene Meinung dar und sind nicht als Fakten zu verstehen. Meinungen sind persönliche Ansichten und benötigen keine Belege. In Deutschland gilt nach Artikel 5 des Grundgesetzes Meinungsfreiheit. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar, hierzu bin ich nicht befugt.

  • Besser spät als nie… :whistling:

    1. Wie ist deine Einschätzung hinsichtlich der Interaktion zwischen Chatbot und deinen Nutzern? Nutzen sie ihn, ignorieren sie ihn bzw. ist er ein lustiges Detail oder...?

    Ich sage mal so, es kommt darauf an. Im normalen Alltag eher als Gimmick, aber hin und wieder wird er doch recht rege genutzt. Mittlerweile nicht mehr so sehr wie früher, da ihm ein paar standardmäßig mal vorhandene Interaktionen in der aktuellen Version fehlen, aber so ist das, wenn man sich selbst nicht so sehr damit beschäftigt. ;)

    2. Rein von der Nutzung, was genau machen die Nutzer mit ihm, also sie fragen dann nach Musiktiteln, piesacken ihn mit komischen Fragen oder...?

    Eher nutzen sie seine vorgefertigten Funktionen wie das Verteilen von Rosen <3 , das Starten von Umfragen oder die Nutzung des Wörterbuchs.

    3. Hast du den Chatbot für deine Plattform vorab angepasst und wenn ja, wie?

    Nicht vorab, aber immer wieder mal etwas. So grüßt mein Chatbot durch ein eigenes Modul oder reagiert auf ein „Gute Nacht“. Zu mehr bin ich aktuell aber noch nicht gekommen… Geplant war da noch mehr.

    4. Hypothetische Überlegung und Frage an dich: Würdest du einen Mehrwert sehen, wenn man den Chatbot als Idee nimmt und so umbaut, dass daraus eben so eine Art Website-Bot wird, der Fragen beantwortet, als Suche fungiert, vielleicht kann er Aussprüche/Zitate der Website-Nutzer sammeln und anzeigen usw. Es wäre eine Kombination aus Gimmick plus Informationen. Interessant, zu speziell oder schlicht blöd?

    Für mich selbst eher weniger. Ich fände es interessanter, wenn man mit ihm halbwegs vernünftige Konversationen führen kann. Schon allein die Möglichkeit, ihm einfach x-beliebige Fragen zu stellen, wie es in der alten Version war, war zwar nicht immer sinnvoll, aber durchaus lustig. :)

  • Da ich mehr als ein halbes Dutzend Webseiten selbst betreibe, ist es grundsätzlich immer hilfreich, wenn gesagt wird, um welche Webseite es geht. Ich musste jetzt anhand der Beschreibungen selbst überlegen, was gemeint ist. :D Mir scheint, es geht um https://www.soeren-hentzschel.at/. ;) (ich schreibe momentan echt zu wenig Artikel, muss ich an dieser Stelle mal sagen!)


    Ähem, genau das war der Plan, dass du suchen musst und feststellst, dass neue Artikel fällig wären...:whistling:^^ Ok, nicht ganz, ich war mir einfach nicht sicher, ob ich deine und grundsätzlich die Websites von Leuten notieren kann oder ob das unerwünscht ist und zu etwaiger Schnappatmung führt. Ich dachte mir, wenigstens einmal mache ich mich nicht direkt "beliebt", zerre die halbe Community in Gespräche und packe ihre Projekte dazu, weil ich meine, man müsste sie doch genauer diskutieren...:whistling:


    Nun weiß ich, du siehst das entspannt und wo wir dabei sind bzw. du es erwähnt hast, es gibt also noch weitere Websites, die öffentlich sind und die "man" sich ansehen könnte...? Die Fußball-Plattform kenne ich, deine private Seite auch, dann Camp-Firefox und die Firefox-Devices-Plattform, was gibt es sonst noch?

    Falls sich das merkwürdig anhört, ich stalke Betreiber nicht und lungere nicht nonstop im Netz herum, sondern das hat tatsächlich konkrete andere Gründe. Zum einen ganz banal, der eigene Lernfaktor, zum anderen mag ich einfach Hilfe-Seiten, Tutorials etc., und dann schnappt man Anregungen auf, kann es als Tipps in Gesprächen mit anderen Betreibern erwähnen. Folglich bin ich harmlos, lese nur, denke nach und habe nicht die Tendenz Websites zu belagern und ihre Betreiber in den Wahnsinn zu treiben. ^^



    Dankeschön aber zuerst für deine Rückmeldung :), ich behalte das im Kopf, aber könnte ich dich noch ein wenig näher befragen, wenn du es nicht allzu eilig hast...? Es ist so, aufgrund deiner Projekte hast du anderes Hintergrundwissen und genau das wäre jetzt hilfreich. Wir sind thematisch bei den "social features", D3nnis3n fragte und wägt alles ab, aber könntest du an dieser Stelle deine praktischen Erfahrungen schildern? Du hast ja u.a. auch diese Seite https://forum.sozone.de/, die Pinnwand wird so genutzt, wie man es kennt, aber es geht jetzt hierum:


    - Deiner Erfahrung nach und bezogen auf die Seite, was nutzen deine Mitglieder primär in Sachen Interaktion? Die klassischen Optionen wie Forumdiskussion, Chat usw. oder auch andere Dinge?


    - Stichwort Share-Buttons, welches Fazit ziehst du hinsichtlich der aktiven/passiven Nutzung bei euch?


    - Was meinst du, wohin geht der grundsätzliche Trend in Sachen Foren - mehr dieser social features, um weitere Interaktion zu ermöglichen und so Leute (wieder mehr) für Foren zu begeistern, oder braucht es das nicht, Betreiber müssen "einfach" inhaltlich innovativ/er werden, sich deutlich/er abheben und dann braucht es keinen weiteren "Schnickschnack"?





    Besser spät als nie… :whistling:

    Dir ist hoffentlich klar, was die Folge dafür ist? Richtig, natürlich "büßt" du das trotzdem und zwar so, dass ich einen Wunsch frei habe. 8oKein Wort jetzt, sonst sind es 2 Wünsche und dann seeeeehr ausführliche. :whistling: Da ich ahne, du wirst widersprechen, bekomme ich meine 2 Wünsche direkt und dann sehe ich davon ab, dass wir spontan über deine Seite sprechen (wobei, ich hätte Lust dazu, du nicht auch? :love:Und ob, also dein Shop, dann das Portal und du bringst gleich Fighter mit, er kann sich beteiligen. Das wird nett und interessant, du musst jetzt aber noch zu den Woltis gehen und wir brauchen dringend hier eine Art Diskussionsstelle, es gibt nichts Geeignetes im Moment? Also ein Forum für fachliche Plattformdiskussionen, keine Vorstellung und den Kram, sondern eine seriöse Austauschecke, Gemeinschafts-Nachdenken und dass man Ideen konstruktiv bespricht, verwirft usw. Du gehst fragen, zier dich nicht und ich gebe dir moralische Rückendeckung *hust* :whistling:)




    Hmm, frisch von der Leber weg, ich bin etwas enttäuscht wegen des Chatbots. Ich sehe schon ein, dass er zwecks Nachschlagen nützlich sein kann, aber im Ernst jetzt, er verteilt ansonsten Rosen? :D Ich schätze, so manches Mädel findet das lustig, romantisch bzw. man wird beim Annehmen nicht um einen Obolus von 1 Euro gebeten, aber ich weiß nicht, wie witzig das die Herren der Schöpfung finden? :/


    Die anderen vorgefertigten Funktionen, hast du sie im Kopf und könntest sie noch schnell notieren, also neben den Rosen, dem Nachschlagen im Wörterbuch und dass er Umfragen initiieren kann?


    Ich fände es interessanter, wenn man mit ihm halbwegs vernünftige Konversationen führen kann. Schon allein die Möglichkeit, ihm einfach x-beliebige Fragen zu stellen, wie es in der alten Version war, war zwar nicht immer sinnvoll, aber durchaus lustig. :)

    Genau daran dachte ich auch, dass man ihn thematisch und auf spontane Fragen/Themen hin trainieren/einstellen kann.


    Tim beschrieb ja, wie er den Chat zukünftig ausrichten möchte, so dass der Chatbot praktisch wegfällt, weil seine Funktionen dann vom Chat abgedeckt werden. Das ist technisch und von der ursprünglichen Nutzungsweise schlüssig, aber wenn wir den Bot behalten und eben trotzdem im Chat haben möchten, siehst du Spielraum für eben solche Anpassungen und könntest dich selber erwärmen sie einzubauen?


    Ich weiß nicht, ob man das ggf. modular löst, dass es eben z.B. Bot-Pakete/Module gibt, so dass jeder seinen/ihren Bot je nach Plattform und Wunsch konfigurieren und nutzen kann, oder ob man wirklich unterschiedliche Bots erstellen, individuell aufbauen muss (blödes Beispiel, aber erinnerst du dich an diese Furby-Plüsch-Spielzeuge? Die Tiere haben je nach Modell erst einmal null sprachliches Verständnis, durch die Ansprache und dass man ihnen Aufgaben gibt, "lernen" sie und schaffen dann - die großen Modelle - korrekte Sätze, Antworten, können Dinge tun (tanzen, singen, Schlafgeräusche...) und verhalten sich in etwa wie ein Säugling.)?


    Angenommen das würde zu viel Arbeit bedeuten, was hältst du von grundsätzlicher simulierter Interaktion auf Websites? Egal wie es grafisch und strukturell umgesetzt wird, ob ein Einladungs-Bot, diese Chat-Aufforderungen, Begrüßung, Shoutbox-Gruß usw.? Das passt nicht bei jeder Plattform, klar, aber siehst du Potenzial für zusätzliche Interaktion und dass Nutzer neben dem Spaß-Faktor aktiv/er werden oder eher nicht?




    Wenn du gerade hier bist, kannst du dich auch noch bitte kurz zum Thema "social features" einklinken? :)Du bist länger dabei als ich, hast deine Seite und zugleich dürfest du einen guten Überblick über die gängigsten WBB-Projekte haben bzw. wie Leute ihre Plattformen nutzen. Wie siehst du also die "social features", was wird bei dir wie angenommen und was könntest du dir auf Websites vorstellen?





    D3nnis3n : Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, weil ich dich zutexte und die weiteren interessanten Themen scheinbar ignoriere. :( Das tue ich nicht, ich neige aber dazu Threads inhaltlich zu sprengen, will versuchen das nicht zu machen. Ich würde sehr gerne mit dir und auch Rainer bzw. den anderen Interessenten über das Nutzerverhalten, Erwartungen, das Negativverhalten im Netz bzw. auch WoltLab und wie die Produkte gesehen, nicht gesehen werden, wohin sie sich entwickeln (könnten) etc. sprechen, aber das würde hier untergehen, dazu wären neue Threads ratsamer/praktikabler? Falls du/ihr das so seht, eröffnet ruhig weitere Themen, ich stoße auf jeden Fall gerne dazu und bringe mich ein. :)






    Noch ein kurzer Nachtrag, ich habe es gestern erst später gefunden:




    So setzen andere Leute/Plattformen Pinnwände ein:


    (Listen-Wunsch-Speicher-Variante)


    (Persönliche Sammlung/Liste)


    (Eine Art Chat-Shoutbox-Variante)



    ......


    https://trello.com/ (Das ist optisch interessant, macht aber eher in Communities Sinn, wo viel Interaktion/Zusammenarbeit herrscht)


    https://learningapps.org/2036 (Das hat eine Schul-Seite im Einsatz gehabt. Optisch bewusst in diesem Retro-Kork-Charme, genutzt wurde es für Hausaufgabenhilfe, Hobbies, Lieblingsfächer usw.)


    http://www.zhornsoftware.co.uk/stickies/ (Ich poste nur den Link, beim Überfliegen dachte ich, es ist einfach eine EasyNotes-Variante. Mit netten Details wie Sound-Beschallung, Modi usw., aber auf Dauer würde mich das wohl, subjektiv gesprochen, nerven.)


    Bei "Medium" kann man ja Textpassagen mit einer Art Marker "highlighten" (super Denglish wieder einmal...) und das wird auf der Pinnwand-Variante vermerkt. Es soll wohl bewirken, dass man auch später wichtige, spezielle bzw. subjektiv relevante Inhalte schnell wiederfindet. Das sieht dann z.B. so aus:


  • Ähem, genau das war der Plan, dass du suchen musst und feststellst, dass neue Artikel fällig wären... :whistling: ^^


    Danke. :P

    Nun weiß ich, du siehst das entspannt und wo wir dabei sind bzw. du es erwähnt hast, es gibt also noch weitere Websites, die öffentlich sind und die "man" sich ansehen könnte...? Die Fußball-Plattform kenne ich, deine private Seite auch, dann Camp-Firefox und die Firefox-Devices-Plattform, was gibt es sonst noch?


    Auch mozilla.de wird von mir betrieben, wobei das keine spannende Seite mit aktuellen Inhalten ist (außer die News, die verlinkt werden), also nichts zum Anschauen. Ich könnte jetzt noch eine weitere Seite nennen, welche quasi die "Betreiber-Seite" aller meiner Projekte ist, aber auf ein kommerzielles Angebot will ich hier jetzt nicht verweisen, das könnte wirklich als Werbung wahrgenommen werden. Ist von der Seite her aber auch eher unspannend. Die schönsten Seiten erstelle ich alle nicht für mich, sondern für Kunden. :D

    - Deiner Erfahrung nach und bezogen auf die Seite, was nutzen deine Mitglieder primär in Sachen Interaktion? Die klassischen Optionen wie Forumdiskussion, Chat usw. oder auch andere Dinge?

    Ganz viel Private Nachrichten. In erster Linie ist das Forum zur Online-Simulation gehörig, wo Nutzer einen virtuellen Fußball-Verein übernehmen. Die ganze Konzeption ist so ausgelegt, dass die Nutzer nicht nur ihre Mannschaft aufstellen und nichts miteinander zu tun haben, sondern miteinander reden müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Wenn jemand einen Spieler eines anderen Vereins haben möchte, wird am Ende natürlich der Wechsel über ein Tool der Simulation vollzogen, aber dem gehen teilweise knallharte Verhandlungen voraus, welche die Nutzer über die Kanäle vollziehen, die sie bevorzugen. Und diese Verhandlungen können sich auch über lange Zeit ziehen, wie beim echten Fußball. ;) Aber für die Kommunikation machen wir keine Vorgaben. Es kann sogar das alterstümliche ICQ sein. Aber PNs werden eben häufig genutzt, weil diese Möglichkeit im Forum vorhanden und damit einfach ist und die Verhandlungen selbst natürlich privat sind, öffentlich verhandeln ergibt weniger Sinn.


    Foren-Diskussionen werden für die Bereiche genutzt, die öffentlich Sinn ergeben. Nutzer schreiben ihre eigene "Zeitung", sie geben sich gegenseitig Interviews etc., solche Dinge sind öffentlich und können von allen kommentiert werden. Natürlich gehört auch viel Smalltalk dazu, denn das Konzept lebt von seinem lockeren und unkomplizierten Umgang der Nutzer untereinander.


    Ein Chat wird immer wieder mal gewünscht, aber es hat ja Gründe, wieso Hoster auf sowas nicht erfreut reagieren. Und die Nutzer nutzen ja sowieso schon andere Plattformen, welche das bieten.


    - Stichwort Share-Buttons, welches Fazit ziehst du hinsichtlich der aktiven/passiven Nutzung bei euch?


    Ich denke nicht, dass die viel genutzt werden, denn das sind jetzt einfach keine Themen in dem Forum, die man unbedingt auf sozialen Netzwerken teilt. Also eher selten als häufig. In Foren mit anderen Themen wird diese Funktion sicher häufiger genutzt.


    - Was meinst du, wohin geht der grundsätzliche Trend in Sachen Foren - mehr dieser social features, um weitere Interaktion zu ermöglichen und so Leute (wieder mehr) für Foren zu begeistern, oder braucht es das nicht, Betreiber müssen "einfach" inhaltlich innovativ/er werden, sich deutlich/er abheben und dann braucht es keinen weiteren "Schnickschnack"?


    Social ist eigentlich immer ein Thema. Aber das kommt eben wie gesagt auch auf das Thema an. Bei der Online-Simulation ergibt das vermutlich mehr Sinn als Teil der Simulation selbst, wenn man seine Erfolge teilen will, die Foreninhalte sind für die Nutzer selbst interessant, aber nicht interessant zum Teilen.


    Wenn Inhalte geteilt werden, erhöht das natürlich die Chance auf weitere Interaktion, das steht außer Frage. Alleine dadurch, dass damit Menschen erreicht werden, bekommt man auf diese Weise den einen oder anderen Besucher mehr, der vielleicht überzeugt ist.


    Die Internet-Nutzung hat sich nun mal auch in den letzten Jahren geändert, da darf man nicht naiv sein. Wenn sich die Zielgruppe ändert, muss man sich anpassen. Und wenn die Zielgruppe soziale Netzwerke nutzt, muss man da auch präsent sein. Social Buttons einzublenden, ist dabei aber definitiv nicht ausreichend. Man muss auf diesen Plattformen auch aktiv sein und Inhalte anbieten. Das gehört zum Betrieb einer modernen Webseite dazu und sollte nicht mehr als optional betrachtet werden.


    Und wenn man mehr Interaktion im Forum will, muss man die Interaktion zu einem Kernaspekt seines Konzeptes machen. Klassische Foren werden nicht mehr so sehr wie früher genutzt. Das ist ein Umstand, mit dem man leben und umzugehen lernen muss. In unserem Fall ist es so: eine typische Online-Simulation läuft sehr häufig komplett ohne echte Interaktion gegen andere menschliche Spieler. Darum war bei uns die Idee, dass man die gesamte Simulation so konzipiert, dass die Leute miteinander reden. Es geht auch ohne, das ist kein Muss. Aber es ist von Vorteil.


    Die Idee, dass Menschen miteinander reden, ist alles andere als neu und daher vielleicht nicht hochinnovativ. Auf der anderen Seite sehe ich es schon irgendwo als innovativ an, diese fast schon verloren gegangene Sache der echten Interaktion miteinander in eine moderne Plattform zurückzubringen. Man muss sich natürlich seine Gedanken machen, wie man Nutzer zur Interaktion bringt. Also komplett ohne innovative Ideen hat man es heute schwer. Auch mit guten Inhalten. Inhalte sollten immer an erster Stelle stehen, aber Inhalte erstellen ist nicht die Kunst. Die Kunst ist, diese Inhalte zu transportieren.

    "Wir finden Worte, die wie Geschosse treffen, wir leisten Schwüre, die niemals zerbrechen. Wir steh'n zusammen auch wenn man uns nicht mag, wir leben schneller, schneller in den Tag. Unsere Metaphern sind teuflische Ikonen, harte Aphorismen, gewagte Abstraktionen. Ein Strauß von Versen im Idiomenbeet, verbale Blüten wie es geschrieben steht."


    (Saltatio Mortis)

  • Ich verfolge seit ein paar Tagen diesen Thread mit seinen - für mich - interessanten Hinweisen und insbesondere auch dem einen oder anderen Denkanstoß. Nun bin ich leider kein Programmierer oder Developer, dennoch plage ich mich aktuell mit einigen der hier angesprochenen Topics.


    Insbesondere der "Spagat" zwischen Social Community und der WSC Suite beschäftigt mich seit Wochen. Aktuell betreibe ich ein relativ neues Projekt, eine Info-Page über unseren 25000 Einwohner Stadtteil. Die entsprechenden "Follower" in Facebook zu bekommen, mit entsprechender Interaktivität scheint hierbei nicht schwer - eine WSC Suite zu betreiben mit wertvollen Infos, Terminen und dabei so manchen User zu "locken" , aktiv zu bringen und auch zu "halten" dagegen sehr schwer. Viele meiner User schätzen die Infos sehr, wünschen sich jedoch mehr und vor allem einfachere Möglichkeiten sich aktiv bei der Suite einzubringen. Alles wird eben mit den großen Social Communities verglichen....aktuell kann das die Suite jedoch nicht leisten, oder? Evtl. fehlt es jedoch auch nur an meinen persönlichen Kenntnissen?


    Nun habe ich mir die folgenden Plugins (Chronik und Erweiterungen) mal angesehen, jedoch noch nicht produktiv im Einsatz:



    Des Weiteren stellt sich weiter für mich die Frage nach einer möglichst übersichtlichen, aber auch möglichst informativen Startseite. Wie geht Ihr dieses Problem an? Was nutzt Ihr dazu?

  • Cadeyrn : Super, hab vielen Dank für deine ausführliche Antwort, die Anregungen und Hinweise zum Nutzerverhalten bei dir im Simulations-Projekt - darauf hatte ich gehofft. :):thumbup:

    Wegen deiner kommerziellen Seite bist du ja so ehrlich das zu sagen, gehst damit nicht hausieren und bedrängst Leute, von daher hoffe ich, man kann hier doch irgendwann einmal entspannt über die Projekte der anwesenden Leute sprechen. Einfach um sich auszutauschen, dazuzulernen, Ideen hin- und herzuschieben bzw. um etwaige Interaktionskontakte zu knüpfen. Das fehlt mir im Moment hier bzw. würde ich im Community-Kontext als interessant und produktiv einstufen. Von daher, behalten wir das im Hinterkopf und stell dich darauf ein, ich vergesse es nicht und erinnere dich dann sehr gerne an deine Seite/n und worüber wir unbedingt sprechen müssen (richtig, ich meine "wir", du weißt einfach nur noch nicht, dass du auch darüber sprechen möchtest, ich bin so nett und erinnere dich dann nur daran... :whistling:).^^




    Einen der wichtigen Gedanken möchte ich aber doch hervorheben und in die Runde stellen, diesen:


    Die Idee, dass Menschen miteinander reden, ist alles andere als neu und daher vielleicht nicht hochinnovativ. Auf der anderen Seite sehe ich es schon irgendwo als innovativ an, diese fast schon verloren gegangene Sache der echten Interaktion miteinander in eine moderne Plattform zurückzubringen. Man muss sich natürlich seine Gedanken machen, wie man Nutzer zur Interaktion bringt. Also komplett ohne innovative Ideen hat man es heute schwer. Auch mit guten Inhalten. Inhalte sollten immer an erster Stelle stehen, aber Inhalte erstellen ist nicht die Kunst. Die Kunst ist, diese Inhalte zu transportieren




    silberfuchs : Willkommen in der Runde :) und ich ziehe dich einfach ins Gespräch, denn du hast ja schon beschrieben, dass du bzw. das neue Projekte genau an dieser Thematik knabbert.


    Erste Frage von mir: Von der Reihenfolge her, wie hast du das neue Projekt aufgezogen, also erst über soziale Netzwerke und dann hast du die WSC-Plattform dazu aufgebaut, befüllt usw. oder andersherum bzw. ungefähr beides gleichzeitig?


    Zweite Frage: Die Inhalte, die du je nach Kanal (Facebook, Plattform..) anbietest, sind inhaltlich gleich oder angepasst?


    Dritte Frage: Deine Nutzer vergleichen also soziale Netzwerke und Forum, empfinden sie letzteres im Vergleich als vielleicht statisch, optisch, strukturell und von der Nutzung her als nicht simpel, selbstreferentiell und aktuell (bezogen auf die Art, wie neue Inhalte dargestellt/genutzt werden können) oder wie beschreiben sie es, kannst du das herauslesen?




    Ich frage, weil es diese Diskussion schon mit WBB 4 gab und ich sehe jetzt auch wieder speziell in die Richtung von dir, Rainer. ;)Zur Erklärung, silberfuchs, Rainer ist interessanterweise, ich möchte sagen, "schon immer", der Betreiber gewesen, der das Gefühl hatte, wir sehen Foren als Idee zu einseitig, müssten also beginnen nicht das klassische Forum von seiner Struktur und von den Funktionen her ins Zentrum zu rücken, News, Galerie usw. flankieren es, sondern es als einen Teil zu sehen. Sprich, unsere eigentliche Frage lautet, wie können wir Inhalte auf einer Plattform so anbieten - hier also der Bezug zu Cadeyrns Aussage - , dass die Nutzer animiert werden aktiv zu werden (allgemein zu verstehen im Sinne von überhaupt etwas auf/mit der Plattform zu tun)? Es geht also nicht um den Ablauf "registrieren - im Forum schreiben - schreibender Nutzer sein/bleiben", sondern, dass sich Nutzer tatsächlich als aktiver Teil einer Seite begreifen und diese Aktivität vielfältig ausleben.


    An der Stelle schweige ich nun, denn du, Rainer kannst hierzu mehr sagen. Von daher, lass dich doch bitte einmal zu diesem Punkt aus und kannst du das auch konkret im Kontext der Suite skizzieren, also wo hakt es da (noch), wo könnte, sollte, müsste (?) man hin und wärst du auch so nett und könntest deinen Gedanken hinsichtlich "Komplettpaket bzw. "alles aus einem Guss" unterbringen? Wir hatten darüber schon gesprochen, aber damit es die Runde auch hört und sich dazu äußern kann. :)




    Darkwood.Design : Ein Hallo an dich und könnte ich dich für unsere Gesprächsrunde erwärmen, hättest du einen Moment für uns? :)


    Da einer den Anfang machen muss, bin ich so frei und du hast sicher gesehen, dass dein Plugin - die Chronik - angesprochen wurde. Darf ich dir dazu einige Fragen stellen und keine Sorge, ich möchte mir nicht kostenfrei Support erschnorren. ;)^^ Los geht es:



    1. Was hat dich grundsätzlich dazu bewogen das Plugin zu entwickeln, kannst du das noch sagen?



    2. Du wirst eine Meinung zur Suite/WSC haben, sozialen Netzwerken und dass man beides vergleicht, wird dir sicher auch nicht neu sein. Wenn du es einschätzen, vergleichen und bewerten solltest, wo steht für dich die Suite als Produkt, was kann sie, was kann sie noch nicht und würdest du sie von der Machart her eher/eher nicht in Richtung soziales Netzwerk ausbauen?



    3. SoftCreatR hat schon einmal in einer Diskussion seine Einschätzung hinsichtlich WSC, Anpassung als soziales Netzwerk und der Schwierigkeit dessen berichtet. Kurz gesagt, es bietet sich aktuell nicht an, WSC sozusagen krampfhaft zu verbiegen, weil es dazu nicht gedacht war, andere, fertige Produkte/Netzwerk-Software, das besser können/kann bzw. es eben bereits mitbringen/t. Er kann das fachlich einschätzen, ich nicht, also vertraue ich seinem Urteil.


    Da du aber auch entwickelst, würdest du auch sagen, wenn man ein reales Netzwerk möchte, sollte man auf eine andere Software setzen, nicht zur Community Software greifen oder...? Keine Bange, ich möchte dich nicht anstiften ab sofort die Hände von der Suite zu lassen ;), sondern ich würde gerne erfahren, wie du es fachlich und persönlich siehst.



    4. Durch deine Chronik animierst du Nutzer aktiv zu werden, die Umsetzung soll also Dynamik, Flexibilität und eine Form von Schnelligkeit vermitteln, die die klassische, um nicht zu sagen starre, Umsetzung von eben auch einem Dashboard auflöst. Ist dieser Schritt der erste Schritt, würdest du sagen, man muss diesen Aspekt grundsätzlich weiterdenken und dazu übergehen den Punkt "Aktivität" nicht aus Nutzersicht zu denken (Betreiber erstellt also Plattform und wartet, dass Nutzer kommen, es befüllen, platt gesagt), sondern was Produkte immanent mitbringen, um die Aktivität auszulösen?





    Hier stoppe ich, fühl dich aber frei dich auch in die grundsätzliche Diskussion einzubringen, ja? :)





    silberfuchs, ich unterschlage deine Frage bzw. (m)eine Antwort zur Startseite nicht, möchte aber den anderen Sprechern den Vortritt lassen. Es geht aber nicht unter, zur Not kann man es auslagern und separiert diskutieren, es könnte für weitere Betreiber interessant sein...?

  • silberfuchs : Willkommen in der Runde :) und ich ziehe dich einfach ins Gespräch, denn du hast ja schon beschrieben, dass du bzw. das neue Projekte genau an dieser Thematik knabbert.

    Hallo @Gabbid , herzlichen Dank für die nette "Aufnahme" im Thread :thumbup:

    Erste Frage von mir: Von der Reihenfolge her, wie hast du das neue Projekt aufgezogen, also erst über soziale Netzwerke und dann hast du die WSC-Plattform dazu aufgebaut, befüllt usw. oder andersherum bzw. ungefähr beides gleichzeitig?

    Zuerst bauten wir die WSC Plattform auf, entschieden uns dann aus "werbetechnischen" Gründen die sozialen Netzwerke miteinzubinden. Die Berichterstattung über uns in der regionalen Presse war ebenfalls ein sehr guter Kanal.

    Zweite Frage: Die Inhalte, die du je nach Kanal (Facebook, Plattform..) anbietest, sind inhaltlich gleich oder angepasst?

    Die Inhalte sind aktuell ähnlich. News von großem Interesse (sind leider rar) werden natürlich auch in den Sozialen Medien gepostet und verbreitet. Das bringt uns auch jedes Mal viele Besucher und Klicks - leider aber keine oder nur sehr wenige Aktivitäten. Feedback dazu gibt es meist nur in den Social Media.

    Dritte Frage: Deine Nutzer vergleichen also soziale Netzwerke und Forum, empfinden sie letzteres im Vergleich als vielleicht statisch, optisch, strukturell und von der Nutzung her als nicht simpel, selbstreferentiell und aktuell (bezogen auf die Art, wie neue Inhalte dargestellt/genutzt werden können) oder wie beschreiben sie es, kannst du das herauslesen?


    Zum einen gab es bisher Kritik an der Bedienung, es sei zu schwierig, kompliziert und unübersichtlich. Nun muss ich jedoch dazu sagen, dass wir zu Beginn nicht mit dem WSC starteten, sondern mit den Joomla Komponenten von Stackideas "Easysocial", "Easyblog" und "Easydiscuss". Da ich bereits selbst den Unterschied zum WSC kannte, entschieden wir uns für einen Umstieg nach ca. 6 Monaten zur Suite und folglich auch weniger Social Features anzubieten.


    Nun fehlt es den Usern an der Einfachheit mal schnell ein Foto zu posten, einen Kommentar zu posten.... deshalb auch der Hinweis meinerseits zum Chronik Plugin, welches wir jedoch noch nicht live einsetzen.

  • Erstmal ein Hallo in die Runde!

    1. Was hat dich grundsätzlich dazu bewogen das Plugin zu entwickeln, kannst du das noch sagen?

    Kurz gesagt: Der Wandel der Kommunikationskultur.

    Ich habe bereits vor über 10 Jahren ein größeres Fitness-Forum betrieben, zu Beginn noch mit dem phpbb2 mit dem wir später zum WBB2 (WoltLab) gewechselt sind. Seit dem bin ich von dem Framework dahinter so sehr begeistert, dass ein Wechsel für mich nicht in Frage kommt.

    Nun gibt es aber leider ein Problem. Sicherlich haben hier die meisten Forenbetreiber bereits mitbekommen, dass Internetforen immer weniger aufgesucht werden und die allgemeine Diskussionskultur leider immer weiter abnimmt. Die Leute wollen sich sozial "berieseln" lassen. Am besten von Videos (siehe Youtube), Bildern (siehe Instagram). Beides muss möglichst einfach und möglichst schnell sein. Soziale Interaktion passiert nur noch über Likes und Kommentare. Einfach, schnell, unkompliziert.


    Hier ist einfach kein Platz mehr für das komplexe Konzept Forum -> Unterforum -> Thema -> Antwort. Das muss einfacher gehen. Facebook hat es vor gemacht und aufgezeigt was die Nutzer wollen - Das WoltLab Community Framework bzw. der WoltLab Suite Core füllt diese Lücke leider nicht aus. Deswegen habe ich die WoltLab Suite: Chronik als unabhängige Endanwendung für die Suite entwickelt um hier langfristig ein mächtiges Tool zu liefern welches Funktional immer weiter in Richtung Facebook gehen wird.

    2. Du wirst eine Meinung zur Suite/WSC haben, sozialen Netzwerken und dass man beides vergleicht, wird dir sicher auch nicht neu sein. Wenn du es einschätzen, vergleichen und bewerten solltest, wo steht für dich die Suite als Produkt, was kann sie, was kann sie noch nicht und würdest du sie von der Machart her eher/eher nicht in Richtung soziales Netzwerk ausbauen?

    Wie ich oben bereits angedeutet habe ist die Suite sehr Forum-Lastig - man merkt ihr immer noch den Urspung aus der Forenwelt an, weswegen viele moderne soziale Features nur halbherzig oder garnicht umgesetzt wurden.

    Hier kann ich beispielsweise das Thema "Pinnwand" anführen, welche im Grunde nur eine Kommentarfunktion ist, die auf Benutzerprofile aufgesetzt wurde. Gut möglich, dass Facebook vor 10 Jahren auch so beschränkt war, aber heute ist das gar kein Vergleich mehr. Daher empfehle ich auch jedem Betreiber deren Hauptgeschäft kein Forum, sondern ein Netzwerk sein soll, die Pinnwand abzuschalten und durch die Chronik zu ersetzen.

    Denn der größte und wichtigste Unterschied zwischen Pinnwand und Chronik liegt hier bereits im Hintergrund. Anstatt die Kommentarfunktion auf das Profil aufzusetzen, gibt es eine weitere Ebene - die Chronik-Einträge, welche kommentierbar sind. Dadurch bekommt die "Pinnwand" bzw. "Chronik" schier unendliche Möglichkeiten für Erweiterungen ohne dabei die restliche Funktionalität von Plugins und Framework zu beeinträchtigen.


    Um die Eingangsfrage nochmal kurz zu beantworten: Mit der Suite alleine (ohne Drittanbieterplugins) wird man kein modernes "Social Network" aufbauen können. Aber die Suite liefert Entwicklern alles was sie benötigen um das Problem zu lösen.

    3. SoftCreatR hat schon einmal in einer Diskussion seine Einschätzung hinsichtlich WSC, Anpassung als soziales Netzwerk und der Schwierigkeit dessen berichtet. Kurz gesagt, es bietet sich aktuell nicht an, WSC sozusagen krampfhaft zu verbiegen, weil es dazu nicht gedacht war, andere, fertige Produkte/Netzwerk-Software, das besser können/kann bzw. es eben bereits mitbringen/t. Er kann das fachlich einschätzen, ich nicht, also vertraue ich seinem Urteil.


    Da du aber auch entwickelst, würdest du auch sagen, wenn man ein reales Netzwerk möchte, sollte man auf eine andere Software setzen, nicht zur Community Software greifen oder...? Keine Bange, ich möchte dich nicht anstiften ab sofort die Hände von der Suite zu lassen ;) , sondern ich würde gerne erfahren, wie du es fachlich und persönlich siehst.

    Letztendlich ist der WoltLab Suite Core ein standardisiertes PHP-Framework wie jedes andere auch, daher ist es für einen erfahrenen Entwickler auch relativ leicht neue Anwendungen und Plugins dafür zu entwickeln. Und weil das so ist hat die Software von WoltLab das Potential beliebig auf die Bedürfnisse des Betreibers angepasst zu werden und dadurch ein echtes soziales Netzwerk mit allen Funktionen von Facebook und Co zu erschaffen. Vorausgesetzt man investiert Entwicklungsaufwand oder hat alle nötigen Drittanbieterplugins die das ermöglichen.


    Das mit dem "Verbiegen" ist aber ein interessantes Thema. Ich empfinde es nicht unbedingt als "Verbiegen", wenn man für das Framework eine Endanwendung entwickelt, die bestehende Framework-Funktionen ablöst (Beispiel Pinnwand -> Chronik). Dafür ist das Framework ja modular aufgebaut. Ein Modul fliegt raus, ein neues kommt rein.


    Nun könnte man mir die Frage stellen, ob ich in meinem privaten Projekt vielleicht eine andere "Social Network Software" gewählt hätte, wenn der Ursprung nicht das WBB2 wäre. Auch hier ist die Antwort ganz klar: Nein.

    Vorausgesetzt, dass ich WoltLab bereits kenne, wäre die Suite meine erste Wahl um mit dem modernen Framework im Hintergrund ein soziales Netzwerk zu entwickeln. Ich habe für andere Projekte bereits verschiedene andere Softwareanbieter evaluiert und bin immer wieder zurück zur Suite gekommen. Hier will ich garnicht weiter ausufern, da das den Rahmen sprengen würde.

    Kurz gesagt bietet mir pers. die Suite alle Möglichkeiten die ich benötige um ein Youtube, Facebook, Instagram oder Xing performant und modern nachzubauen. Diese Möglichkeiten werde ich allen anderen WoltLab-Kunden im Store bereitstellen, dass dies künftig auch ohne Entwicklungsaufwand möglich ist. Die Chronik ist hierfür der Anfang. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Kunden, die mich dabei unterstützen.

    4. Durch deine Chronik animierst du Nutzer aktiv zu werden, die Umsetzung soll also Dynamik, Flexibilität und eine Form von Schnelligkeit vermitteln, die die klassische, um nicht zu sagen starre, Umsetzung von eben auch einem Dashboard auflöst. Ist dieser Schritt der erste Schritt, würdest du sagen, man muss diesen Aspekt grundsätzlich weiterdenken und dazu übergehen den Punkt "Aktivität" nicht aus Nutzersicht zu denken (Betreiber erstellt also Plattform und wartet, dass Nutzer kommen, es befüllen, platt gesagt), sondern was Produkte immanent mitbringen, um die Aktivität auszulösen?

    Dynamik, Flexibilität und Schnelligkeit bringt das Konzept der modernen Internet-Kommunikation sehr gut auf den Punkt. Um mal wieder aus meinem privaten Projekt zu plaudern, welches früher ein reines Forum war: Ich plane mittelfristig das Forum in seiner jetzigen, klassisch strukturierten Form abzuschaffen und in die "Chronik" zu integrieren.


    Anstelle von Bild, Link, würde man z.B. "Frage" oder "Diskussion" auswählen und kann dort ein Thema (früher "Forum") wählen, einen Titel der Frage/Diskussion angeben (früher "Thema") und dann optional eine Beschreibung angeben (früher Nachricht des Themas). Das ganze ist dann weiterhin technisch mit dem WoltLab Suite Forum kompatibel aber vom Workflow schneller, dynamischer, flexibler und wird somit deutlich öfter genutzt als ein komplexes und altbackenes Forum. Das ganze könnt ihr euch etwas wie "GuteFrage.net" vorstellen.


    Hier könnte man das Thema "verbiegen" wieder aufgreifen, denn ja, hierfür habe ich das komplette Frontend des Forums weggeschmissen und in vereinfachter Form neugebaut. Das ist meiner Meinung nach ein Schritt um dem WoltLab auf Kurz oder Lang nicht herum kommt. Foren sind zu kompliziert - wer Erfolg haben will bietet seinen Nutzern etwas besseres.

  • Du wirst eine Meinung zur Suite/WSC haben, sozialen Netzwerken und dass man beides vergleicht, wird dir sicher auch nicht neu sein. Wenn du es einschätzen, vergleichen und bewerten solltest, wo steht für dich die Suite als Produkt, was kann sie, was kann sie noch nicht und würdest du sie von der Machart her eher/eher nicht in Richtung soziales Netzwerk ausbauen?

    Warum muss man diese vergleichen? Warum kann man diese nicht als Ergänzung betrachten? Ich denke Nutzer einer Community nutzen diese vor allem, weil sie mit mehr Tiefgang einsteigen können, was aber nicht bedeutet auf die Vorteile der Sozialen Netzwerke verzichten zu wollen. Man muss die beiden nicht vergleichen, sondern Stärken und Schwächen definieren so das man sich als Alternative platzieren kann, mit dem eigenen Projekt!

  • Tim beschrieb ja, wie er den Chat zukünftig ausrichten möchte, so dass der Chatbot praktisch wegfällt, weil seine Funktionen dann vom Chat abgedeckt werden. Das ist technisch und von der ursprünglichen Nutzungsweise schlüssig, aber wenn wir den Bot behalten und eben trotzdem im Chat haben möchten, siehst du Spielraum für eben solche Anpassungen und könntest dich selber erwärmen sie einzubauen?

    Klar gibt es Spielraum, aber ich weiß nicht, wo ich die Zeit und Motivation hernehmen soll. Klar, ein Chatbot ist ganz nett, aber für mich gibt es gegenwärtig und vermutlich auch in mehreren Monaten wesentlich bessere Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln.

    Angenommen das würde zu viel Arbeit bedeuten, was hältst du von grundsätzlicher simulierter Interaktion auf Websites? Egal wie es grafisch und strukturell umgesetzt wird, ob ein Einladungs-Bot, diese Chat-Aufforderungen, Begrüßung, Shoutbox-Gruß usw.? Das passt nicht bei jeder Plattform, klar, aber siehst du Potenzial für zusätzliche Interaktion und dass Nutzer neben dem Spaß-Faktor aktiv/er werden oder eher nicht?

    Persönlich bin ich davon überhaupt kein Fan und ich finde es auf jeder Website störend, auf der es so etwas in der Art gibt. Für das 08/15-Quitschie-Bunti-Forum von Nebenan aber sicher ein tolles Gimmick und es käme bei vielen sicherlich auch gut an. ;)

    Wie siehst du also die "social features", was wird bei dir wie angenommen und was könntest du dir auf Websites vorstellen?

    Neben den – selten genutzten – Schaltflächen zu meinen Profilen in den sozialen Netzwerken habe ich die normale – nie genutzte – Teilen-Funktion des Frameworks aktiv. Das war es dann aber auch. Mittlerweile sehe ich meine Plattform primär allerdings nur noch als Vertriebs- und Supportkanal, da braucht es keine großartigen Interaktionen über soziale Netzwerke.

  • Warum muss man diese vergleichen? Warum kann man diese nicht als Ergänzung betrachten? Ich denke Nutzer einer Community nutzen diese vor allem, weil sie mit mehr Tiefgang einsteigen können, was aber nicht bedeutet auf die Vorteile der Sozialen Netzwerke verzichten zu wollen. Man muss die beiden nicht vergleichen, sondern Stärken und Schwächen definieren so das man sich als Alternative platzieren kann, mit dem eigenen Projekt!


    Ich versuche mich an einer Erklärung, kann aber natürlich nicht für "alle" sprechen.



    Ein Vergleich muss nicht per se negativ sein, ein Nutzer spielt also nicht soziale Netzwerke gegen Foren gegen Blogs aus, sondern ich könnte mir vorstellen, dass es eine Mischung aus Zeitgeist, Erwartungshaltung und auch der "klassischen" Darbietung ist. Wie gesagt, ich denke jetzt im Grunde laut, bin kein Nutzer, der auf einer Nutzungsseite steht und daher eine feste, ultimative Meinung bieten kann.



    Mit Facebook wurden der Vernetzungs- und Aktivitätsaspekt neu definiert, so dass gefühlt "plötzlich" jeder ein Profil haben/anlegen konnte, aber die Aktivitäten anders gelagert waren als bei einem Blog und Forum.


    Das heißt, ein Blog erfordert von einem Blogger Zeit- und Contentaufwand, direkte Interaktion ist nicht per se vorgesehen, sondern beschränkt sich auf Kommentare, Abstimmungen und/oder ein Like bzw. die Share-Option. Sagen wir also, ein Blog ist eher eine Solonummer, die meiste Aktivität geht vom Autor aus und bedeutet regelmäßige Inhaltsplatzierung. Leser können lesen, aber ansonsten passiv bleiben.


    Ein Forum impliziert schon semantisch die Nähe zu eben einem diskussionstechnischen Marktplatz und somit Vielfalt. Diese Vielfalt bezieht sich aber nicht rein auf die Themen und konkrete Menge, sondern, dass die Aktionen von den Nutzern ausgehen müssen. Wir hatten die Phase, wo es sozusagen genügte den physischen Ort zu stellen, das Forum, aber heute ist die Herausforderung, Nutzer überhaupt in ein Forum zu bekommen. Die Aktivitäten im Forum sind weitläufiger als bei einem Blog bzw. können es je nach Plattformausrichtung sein, aber sie lenken nicht von den "Kernproblemen" ab: Dauerhaftigkeit und Verlagerung auf den Nutzer. Ein Betreiber kann also hunderte Euro in ein Projekt investieren, sich die Finger wundtippen, aber es sind die Nutzer, die der Seite dauerhaft Leben einhauchen.



    Nutzer wägen also ab und sind in der Lage klar zu erkennen, inwieweit sie sich einbringen können oder sogar müssen. Es geht also nicht darum, dass wir klassisch fragen "Was möchte/sucht ein Nutzer und wie gebe ich es ihm durch (m)ein Projekt?", sondern wir müssen eher fragen, wie ich den Nutzer zu Aktivität bringe, ohne, dass es wie dauerhafte, bindende Arbeit wirkt, eine Verpflichtung, die mit der Zeit zu Überdruss führen kann.


    Und genau das hat Facebook für sich gelöst bzw. gezeigt, wie man es machen kann. Die Nutzer sind aktiv, aber keiner wird das Gefühl haben, es wäre Arbeit, Verpflichtung und ein Betreiber wälze Aufgaben auf ihn/sie ab. Keiner muss eine komplette Plattform pflegen, befüllen und durch viel Aktivität zum Poweruser werden, sondern die Nutzer können nach Lust und Laune nur lesen, hier ein Like setzen, dort abstimmen, schnell ein Bild posten, eine Nachricht hinterlassen und dann auch 3 Monate offline sein, ohne, dass ihre Seite kollabiert, "Freunde" und die anderen Nutzer hyperventilieren bzw. der Newsletter kommt, wo man abgeblieben sei.


    Technisch oder funktional gesehen haben wir mit WSC/Suite die selben Möglichkeiten, können also auch diese Aktivitätsmethoden bieten, aber: Wir kommen nicht gegen die Zentralisierung an, den verpflichtenden Charakter bzw. diese Außenwirkung und dass viele (die meisten?) Betreiber eine klassische Projektdarbietung gewählt haben:


    a) Die meisten Betreiber sprechen nicht von einer Plattform, einem Projekt, sondern sagen "Forum". Sie setzen also (un-)bewusst bereits selber den Schwerpunkt und fokussieren ihre Idee mit ca. 60-70% Gewichtung auf das tatsächliche Forum und dann den "Rest" (Startseite, News, Blog, Galerie...).


    b) Eine Plattform heißt automatisch: ein Ort, eine Anzahl X an Nutzern und ein statischer Grundcharakter. Für die einen ist das beruhigend, weil es sich mit der Zeit vertraut anfühlt, man sich auskennt und viele Nutzer kennt; andere empfinden es als langweilig, routiniert und beginnen inhaltlich zu selektieren oder passiv zu sein, also nur noch mitzulesen.


    c) Je nach Projekt muss sich ein Nutzer auch erst einmal oder konstant durchklicken, die gewünschten Dinge finden, neue Antworten nachlesen und gerade Forenneulinge haben oft das Problem überhaupt in einem Forum klarzukommen. Für sie ist die Forenstruktur nicht immer schlüssig, sie bringen eine andere Logik mit und empfinden es auch schon mal als kompliziert, einzelne Themen in einem Forum zu durchforsten, um ggf. so zu überblicken, was sie interessiert und/oder ob so ein Problem schon diskutiert wurde. In den Kontext passt auch das Problem die Suche richtig zu verstehen und einzusetzen.


    d) Als Fori kennt man es kaum anders, also beim Klick auf "Forum" sehen wir eine Anzahl X an Foren, scrollen, durchkämmen ggf. auch Subforen und finden dann, was uns interessiert. Das Dashboard, ein Portal, die neusten/letzten Inhalte oder die Sidebar waren dann aber doch bereits eine Art Zugeständnis dafür, dass Foren mit der Zeit unübersichtlich werden, Nutzer weder Zeit noch Lust haben alles zu durchforsten, sondern dass sie gezielt sehen wollen, was aktuell, heiß diskutiert oder angesagt ist. Diese technischen Optionen sind also keine reinen Werbemaßnahmen, ästhetische Details oder Platzhalter, sondern aus meiner Sicht eindeutige Orientierungshilfen, um das Gefühl von Struktur, Übersicht und Lenkung zu erzeugen. Wir selektieren also bereits vorab, was Nutzer ansehen und ebenfalls als wichtig/interessant erachten sollen.


    e) Von der Erwartungshaltung her bin ich mir nicht einmal sicher, ob Nutzer ein Forum noch mit dem Etikett "Diskussionskultur" verbinden. Es stimmt schon, es gab den Tenor, dass man sozusagen in sozialen Netzwerken schnell liest, einen Satz hinwirft und etwas liked, dann aber ins Forum geht, um dort ausführlicher zu diskutieren und ggf. weitere Angebote wahrzunehmen. Die Frage ist, wo das aber heute noch so ist? Black Rider bzw. Matze hat das unbewusst ganz gut skizziert und auf seine Seite bezogen: Es ist eine reine Angebots- und Supportseite. Die Besucher können, sollen etwas im Shop erwerben und bei Fragen oder einem Problem finden sie sich im Supportforum ein, fertig. Wir haben Foren, die sich als Community betiteln, die versuchen dieses Flair zu leben und ich streite nicht ab, dass es mehr oder weniger auch funktioniert, aber ist es nicht zugleich doch so, dass klar ist, mit wem und wie die Projekte steigen und fallen? Und erleben wir reale, dauerhafte Diskussionen, nicht bereits den halbherzigen Abklatsch?






    Wenn ich es so aufschlüssle, kann ich mir vorstellen, warum soziale Netzwerke als schnell, interaktiv, auch einfach und zugleich ausreichend empfunden werden. Ein Projekt, mit oder ohne klassischem/bekannten Forum, wirkt dagegen statischer, "massiger" und erfordert mehr Aufwand, Pflege und Einsatz. Nummer 1 leistet der Betreiber oder sollte es leisten, Nummer 2 teilt er sich mit dem Nutzer und Nummer 3 soll der Nutzer abdecken. Wir wissen, was ein Betreiber alles leistet, aber nicht so Otto Normalnutzer, also wirkt es für ihn so, als stünde es 1:2. Der Betreiber stellt den Ort, der Nutzer soll den Ort bespielen, wo bleibt da aber der Spaßfaktor, der Mehrwert für den Nutzer? Es wird Arbeit aus seiner Sicht heraus, also setzt ein Vergleich ein und dann kommen solche Rückmeldungen, dass ein Forum out sei, ein Betreiber doch lieber "so was wie Facebook" machen sollte.



    Ist es also wirklich so verwunderlich oder sogar schon ärgerlich, dass Leute vergleichen?


    Und können wir uns wirklich hinstellen und ernsthaft sagen, ein Forum bzw. die dazugehörige Software kann mit Tiefgang gleichgesetzt werden? Forum = physischer Ort, der von "Haus aus" Diskussionen beflügelt, Ausführlichkeit erzeugt und regelrecht zum Interagieren herausfordert?


    Wenn ich zuletzt bewusst provozierend frage "Welche konkreten Vorteile hat ein Forum (wenn wir wirklich nur ein Forum meinen)?", wie viele Pro-Argumente bekommen wir zusammen?

  • Mal was zu lesen für @Gabbid

    Ich weiß nicht wie es euch geht, ich jedenfalls habe nicht 24 Stunden, 365 Tage im Jahr Interesse an Spanking. Trotzdem muss ich natürlich 365 Tage im Jahr kontrollieren was auf der Webseite passiert. Manchmal zieht es mich zum TV manchmal zu anderen Aktivitäten. Als persönliche Beleidigung empfinde ich Beiträge ohne Inhalt! Etwas den Satz: "Ich sitze gerade auf dem Klo!" in all seinen Variationen! Für wie dumm müssen mich Menschen halten, wenn sie meinen, dass so ein Satz, irgend ein Zugewinn für mich darstellt!


    Ich denke das trifft nicht nur auf Liebhaber einer so speziellen Richtung zu sondern für Kaninchenzüchter ebenso wie für jedes andere Thema!

    Mir macht es einfach Spaß, mit Freunden einkaufen zu gehen. Mir macht es Spaß mit oder für Freunde zu kochen oder mich bekochen zu lassen. Ich habe Spaß daran, mir Städte, Theater, Musical, Museen und andere Sehenswerte Dinge mit Freunden anzusehen und mich mit diesen Dingen auseinander zu setzten und mich darüber auszutauschen. Menschen nicht nur als Ware zu erleben die man manipulieren kann, wegen ein wenig persönlicher Beachtung und Bedeutung.

    Ich denke auch das trifft auf so manche Themen Foren und auch auf viele Support Forum zu.

    Gleichzeitig erschreckt mich irgendwo, dass zum Beispiel bei Facebook Gruppen wie "Wir aus den 60er und 70er und 80er Jahren sind die Geilsten" und "Meine Jugend" den meisten Zulauf haben und enorme Aktivitäten entwickeln, die wäre ich nicht immer nur kurz bei Facebook, mich schon längst vertrieben hätten. Wenn tausende ihr Geburtsjahr posten, ist das nicht gerade unterhaltsam, beschäftigt aber offensichtlich. Ich frage mich ganz ernsthaft, haben diese Menschen nur eine Vergangenheit und keine Zukunft mehr? Haben sie keine Träume und Wünsche mehr?


    Ich denke FB erfüllt vor allem den Bedarf der Menschen an Quitschi Quatschi und Wischi Waschi das keinen großen Aufwand erfordert! Natürlich gibt es Foren, die auf eine ähnliche Zielgruppe abzielen. Überwiegend haben Foren allerdings ein Thema, bei dem mehr Aufwand und mehr Nachdenken erforderlich ist! Blog ist und bleibt für mich eine Art Tagebuch für persönliche Befindlichkeiten, die natürlich auch gezielt ein Schwerpunktthema haben können. Ich denke jeder musst die Ansprüche die er an sich selbst hat und welche Gewichtung er seinen persönlichen Interessen gibt selbst definieren. So fern er/sie denn dazu in der Lage sind. Ich meine zu beobachten, dass immer mehr nur Quitschi Quatschi und Wischi Waschi können. Ich erinnere mich auch gut daran, ausgelacht worden zu sein, als ich vor einigen Jahren reinen Foren keine Zukunft zugebilligt habe.

  • RainerSF


    Rainer, wenn wir es ernsthaft angehen, müssten wir jetzt einige dicke Bretter bohren und zwar:


    - (Un-)Fähigkeit von Betreibern ein tragfähiges/dauerhaftes Projekt zu konzipieren

    - (Un-)Fähigkeit von Betreibern Community-Software individuell, passend zum Projekt und funktional anzubieten/anzupassen

    - Das "Problem" Mensch in Bezug auf Erwartungshaltung (Unterhaltung, Bespaßung, eigene Aktivität, Aufmerksamkeitsspanne...)

    - Das Dauerthema Aktivitätsmaßnahmen

    - Die Unendliche Geschichte Teil 1234 "Dauerhaftigkeit plus Betreibereinsatz"

    - Den Projektstatus (Hobby vs. kommerzielles Projekt vs. Wunsch nach Erfolg)



    Ich bin sicher nicht die erste und einzige Person, die sich mit diesen Themen keine Freunde macht, denn du weißt sicher selber, wie empfindlich so mancher Betreiber darauf reagiert. Schätzungsweise begehe ich schon eine Form von Majestätsbeleidigung und habe mir in den letzten Jahren so einige unschöne Post eingehandelt. Ich kann es mir leicht machen und das mit fehlender Reife, dem Alter oder der Bezeichnung "Einzelfall" abtun, aber das ist es eben, eine zu leichte Erklärung.



    Inhaltlich liegen wir beieinander, denn ich als Privatperson bin vermutlich alles, aber nach wie vor kein "normaler" Fori. Soll heißen, ich bin eher das, was du beschreibst, also der Typ Nutzer, der eine Plattform aus Interesse aufsucht, Austausch mag, hitzig debattiert, dazulernen will und nicht erwartet, dass er unterhalten wird, sondern sich selber einbringt. Ich vergesse das "Liken" schlichtweg, weiß nicht, was ich groß in einer Shoutbox erzählen soll, finde mich nicht wichtig oder interessant genug, um mein Leben öffentlich auszubreiten, würde meinen "Status" konstant mit "Gutgelaunt, koffeiniert und diskussionsbereit" betiteln und verstehe stumpfsinniges Nutzerverhalten oft nach wie vor nicht (Streitdebatten rund um die vermeintlich beste Software, Apple vs. Microsoft, wer hat die schnellste I-Net-Leitung, wer ist das Alphamännchen im Forum, welche Frau kommt als erstes mit der Blond&Blöd-Masche...).

    Angenommen wir sagen, ich bin aber weitestgehend "normal", also der Nutzer, der in ein Forum gehört, dann stellt sich die Frage, wie viele andere Nutzer sind so (nicht)? Nehmen wir dich, mich, einen Chaos234, die hier anwesenden Leute im Thread, aber der Rest? Sind wir "typisch" auf unsere Weise, Foris oder eigentlich in der Unterzahl, der eigentliche Fori erwartet einfach schon längst etwas anderes und es zieht ihn daher zu sozialen Netzwerken und eben daher der Vergleich von Foren vs- Facebook?


    Foren an sich werden (vermutlich) nicht aussterben, aber müssen sich bis zu einem gewissen Grad dem Nutzerverhalten anpassen. Wie man das als Betreiber macht, ist individuell, aber würdest du dem Satz so zustimmen oder nicht?




    Zweitens: Warum haben wir überhaupt das Niveau von Twitter-Stil, fehlenden realen Diskussionen, sinnfreien Statusanzeigen, Egoblogs, Food-Porn, Selfie-Junkies und Leuten, die ein LOL als Maximum an Diskussionsteilnahme erachten? Wir müssen jetzt gar nicht in die psychologische Trickkiste greifen, aber sprechen diese kommunikativen Abarten nicht eine deutliche Sprache, halten in Eulenspieglerischer Manier den Spiegel hoch, wie es um Zeit, Kommunikation und Interaktion bestellt ist?



    Des Weiteren: Erwarten wir nicht mittlerweile zu viel, setzen auf einen Community-Begriff, der längst passé ist? Sicher, wir finden noch Communities, die genau das sind, eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich konstant und interaktiv auslebt, wo die Grenze zwischen virtueller und realer Freundschaft gefallen ist, weil sich Leute auch real treffen und mögen, aber was haben wir - nur ein Beispiel - innerhalb der WBB-Communities? Wenn ich es optimistisch formuliere, würde ich sagen, es sind Zweckgemeinschaften mit präziser "Aufgabenteilung" (was bietet der Betreiber, was tun Nutzer), klar umrissenen Angeboten und eben der Optik nach Foren (= klassischer Aufbau der Plattform). Es sind also maximal dem Namen nach Communities, weniger bis nicht aber in Sachen Interaktion, Kommunikation und Zusammengehörigkeitsgefühl.


    "Folge": Sollten wir also hergehen und uns komplett vom Community-Begriff lösen, tatsächlich mehr von "Plattformen" sprechen, die etwas anbieten und wieder lernen müssen, was ihr eigentliche "Aufgabe" ist, nämlich besagte Interaktion? Und dann natürlich die Gretchenfrage bzw. angesprochen von Cadeyrn: Wie den Inhalt so präsentieren (EAs/Plugins), dass er Diskussionen entfacht und es nicht einfach Platzhalter sind?




    Abschließende Frage: Wo siehst du einen Betreiber heute, was ist er/sie deiner Meinung nach? Es gab die Zeit, wo "Administrator" alles sagte und ausmachte, dann kam die Entertainer-Phase, gefolgt von Content-Befüller, Mädchen für alles etc. Und heute? Kampf um Nutzer? "Erzieher" von Nutzern, damit diese wieder Kommunikation und Interaktion lernen? Bespaßer mit 34567 installierten Plugins? Was "tut" unser Projektbetreiber heute und wie hoch ist der Spaßfaktor dabei (noch)?

  • Meiner Meinung nach, hast du Entwickler dabei vergessen. Viele entwickeln vorbei am User und versuchen, ihren Kunden möglichst viele Blinki Blinki anzubieten. Nur ganz wenige Entwickler machen nicht jeden Blödsinn mit! Vielleicht macht sich der ein oder andere auch mal Gedanken über die Altersstruktur der Bevölkerung und sagt zu Neuheiten ja, aber dann bitte im WL Konzept bleiben. Aber auch denen ist nicht immer so klar, dass Kunden manchmal etwas mehr installieren als nur WL Produkte. Und welche Probleme es gibt, wenn man Bausteine austauschen muss oder will.

    Ich bin sicher nicht die erste und einzige Person, die sich mit diesen Themen keine Freunde macht, denn du weißt sicher selber, wie empfindlich so mancher Betreiber darauf reagiert. Schätzungsweise begehe ich schon eine Form von Majestätsbeleidigung und habe mir in den letzten Jahren so einige unschöne Post eingehandelt. Ich kann es mir leicht machen und das mit fehlender Reife, dem Alter oder der Bezeichnung "Einzelfall" abtun, aber das ist es eben, eine zu leichte Erklärung.

    Nun ich denke, bei vielen Betreibern überwiegt die Lust mit Technik zu spielen, bei weiten gegenüber die Lust an dem Thema ihres Produkt. Vielleicht hat WL ja mal eine Statistik zur Hand, wie viele Kunden Eintagsfliegen sind und wie viele seit 10 Jahren und länger die Schritte mit machen.

    Angenommen wir sagen, ich bin aber weitestgehend "normal", also der Nutzer, der in ein Forum gehört, dann stellt sich die Frage, wie viele andere Nutzer sind so (nicht)? Nehmen wir dich, mich, einen Chaos234, die hier anwesenden Leute im Thread, aber der Rest? Sind wir "typisch" auf unsere Weise, Foris oder eigentlich in der Unterzahl, der eigentliche Fori erwartet einfach schon längst etwas anderes und es zieht ihn daher zu sozialen Netzwerken und eben daher der Vergleich von Foren vs- Facebook?

    Du bist viel zu tief im Thema um noch als normal gelten zu können. Der 08/15 User sucht oft noch nach 10 - 15 Jahren täglich den Knopf um den PC einzuschalten. Klar das ist etwas übertrieben, aber ich denke man versteht was ich beschreiben möchte.

    Foren an sich werden (vermutlich) nicht aussterben, aber müssen sich bis zu einem gewissen Grad dem Nutzerverhalten anpassen. Wie man das als Betreiber macht, ist individuell, aber würdest du dem Satz so zustimmen oder nicht?

    Doch die sterben aus! Spätestens mit den aktiven Usern die nach und nach auf dem Friedhof landen. Die sich nicht an mehr Möglichkeiten orientiert haben, weil sie die schlicht überfordern würden. Ein Großteil der Nutzer erwartet mehr!

    Zweitens: Warum haben wir überhaupt das Niveau von Twitter-Stil, fehlenden realen Diskussionen, sinnfreien Statusanzeigen, Egoblogs, Food-Porn, Selfie-Junkies und Leuten, die ein LOL als Maximum an Diskussionsteilnahme erachten? Wir müssen jetzt gar nicht in die psychologische Trickkiste greifen, aber sprechen diese kommunikativen Abarten nicht eine deutliche Sprache, halten in Eulenspieglerischer Manier den Spiegel hoch, wie es um Zeit, Kommunikation und Interaktion bestellt ist?

    Weil vielleicht kein PC, kein Laptop zur Verfügung steht sondern nur ein Smartphone? Wie soll man das den Spaß entdecken, etwas nachdrücklich selbst zu gestalten? Da reich es gerade, Selfie hoch zu laden und ein paar geile Sprüche abzulassen.

    Des Weiteren: Erwarten wir nicht mittlerweile zu viel, setzen auf einen Community-Begriff, der längst passé ist? Sicher, wir finden noch Communities, die genau das sind, eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich konstant und interaktiv auslebt, wo die Grenze zwischen virtueller und realer Freundschaft gefallen ist, weil sich Leute auch real treffen und mögen, aber was haben wir - nur ein Beispiel - innerhalb der WBB-Communities? Wenn ich es optimistisch formuliere, würde ich sagen, es sind Zweckgemeinschaften mit präziser "Aufgabenteilung" (was bietet der Betreiber, was tun Nutzer), klar umrissenen Angeboten und eben der Optik nach Foren (= klassischer Aufbau der Plattform). Es sind also maximal dem Namen nach Communities, weniger bis nicht aber in Sachen Interaktion, Kommunikation und Zusammengehörigkeitsgefühl.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass die Gesellschaft, immer mehr auf Einzelkäpfer setzt und produziert? Das ist gewollt und dahinter steckt ein Konzept! Das Unikat lässt sich leichter kontrollieren und manipulieren!

    "Folge": Sollten wir also hergehen und uns komplett vom Community-Begriff lösen, tatsächlich mehr von "Plattformen" sprechen, die etwas anbieten und wieder lernen müssen, was ihr eigentliche "Aufgabe" ist, nämlich besagte Interaktion? Und dann natürlich die Gretchenfrage bzw. angesprochen von Cadeyrn: Wie den Inhalt so präsentieren (EAs/Plugins), dass er Diskussionen entfacht und es nicht einfach Platzhalter sind?

    Community oder Plattform, wo ist da tatsächlich ein Unterschied? Ich denke Community sollte man nicht mit der typisch deutschen "Vereinsmeierei" verwechseln! Eher als Ort betrachten Talente und Fähigkeiten einzubringen um von den der anderen zu profitieren.

    Abschließende Frage: Wo siehst du einen Betreiber heute, was ist er/sie deiner Meinung nach? Es gab die Zeit, wo "Administrator" alles sagte und ausmachte, dann kam die Entertainer-Phase, gefolgt von Content-Befüller, Mädchen für alles etc. Und heute? Kampf um Nutzer? "Erzieher" von Nutzern, damit diese wieder Kommunikation und Interaktion lernen? Bespaßer mit 34567 installierten Plugins? Was "tut" unser Projektbetreiber heute und wie hoch ist der Spaßfaktor dabei (noch)?

    Das kommt auf den Betreiber und seine Beweggründe an. Ich habe mal angefangen, weil es zu dem Thema nicht wirklich viel auf deutsch gab und mich das inhaltlich eher anekelte als zufrieden stellte! Mir reichen ein paar Menschen mit denen Austausch und mehr möglich sind, die Masse an Konsumenten geht mir am Arsch vorbei, denn sie fressen kein Brot! Andere setzten vielleicht auf Masse, suchen Selbstbestätigung, dazu bin ich zu alt und leider auch zu erfahren. Ich weiß längst das nur wenige zu echten Freunden werden.


    Administratoren und Moderatoren haben für mich nur die Aufgabe, Hilfestellung zu leisten, wenn bei Nutzern mal etwas nicht wie erwartet oder gewünscht funktioniert. Ansonsten sollte sie ihre eigenen Interessen als ihr Projekt betrachten und verfolgen. Wenn es vielen gefällt und die ziehen mit, ist es okay! Wichtig ist nur das es mir als Webmaster ermöglicht meinen persönlichen Interessen nach zu gehen. Wer sich da nicht daheim fühlt muss sich neuen Platz suchen, auf dem er seinen Interessen nach geht oder der seinen Interessen entgegen kommt. Wer es versucht anderen Recht zu machen, wird immer scheitern! Denn das ist unmöglich. Geht man eigenen Interessen nach, entsteht Inhalt von alleine und auch die Menschen die beisteuern finden sich von alleine ein. Man benötigt nur Geduld!


    Vielleicht klingt das böse, aber es macht irgendwie schon Spaß, zu beobachten, wie die angeblich alles besser machen und können, seit vielen Jahren nach relativ kurzer Zeit krachend an der Wand landen. Mein Projekt wird im Januar 17 Jahre alt und in den Jahren war viel zu beobachten. Vielleicht bin ich deshalb auch wesentlich ruhiger, als viele die gerade durchstarten.

  • Ich misch mich auch mal wieder ein.

    Nun ich denke, bei vielen Betreibern überwiegt die Lust mit Technik zu spielen, bei weiten gegenüber die Lust an dem Thema ihres Produkt.

    Das ist korrekt - ich bevorzuge aber ehrlich gesagt beides zu verbinden, da ich gerade bei meinen Themen auch die Möglichkeit habe, das Forum auf Entwicklungsstand "Bleeding Edge" zu betreiben, ohne dass das nennenswerte Probleme gäbe.


    Du bist viel zu tief im Thema um noch als normal gelten zu können. Der 08/15 User sucht oft noch nach 10 - 15 Jahren täglich den Knopf um den PC einzuschalten. Klar das ist etwas übertrieben, aber ich denke man versteht was ich beschreiben möchte.

    Diese Erfahrung konnte ich bisweilen nicht machen. Ich habe auch ältere Gäste, aber meine Thematiken sorgen dafür, dass auch das meist sehr affine Nutzer sind, die früher Nerds der Computerwelt oder gar beruflich dort unterwegs waren. Auch die heutige Jugend ist einwandfrei damit, den Rechner einzuschalten - die allgemeine IT-Affinität nahm zu. Was aber gleichzeitig abnahm ist die Fähigkeit, Probleme in der IT eigenständig zu lösen. Wie auch immer das zusammenpasst, aber das ist auch der aktuelle Studienstand dazu. Umgang und Bedienung mit Social Networks, Foren und Geräten top - aber sobald ein technisches Problem auftritt, oft überfordert dies selbstständig zu lösen, selbst mir Recherche.


    Doch die sterben aus! Spätestens mit den aktiven Usern die nach und nach auf dem Friedhof landen. Die sich nicht an mehr Möglichkeiten orientiert haben, weil sie die schlicht überfordern würden. Ein Großteil der Nutzer erwartet mehr!

    Das halte ich persönlich gar für Schwachsinn und mag vielleicht für Foren gelten, deren Daseinsberechtigung aufgrund der Überschüttung mit News im Internet und den Social Networks erlischt, da sie mehr wie reine Unterhaltungscommunitites waren oder zuviele Themen behandelten oder keine Tiefe boten. Du wirst dennoch bis heute nirgendwo besser Hilfe als in einem Fachforum erhalten und keine besseren Diskussionen auf Facebook führen können wie in einem Forum. Die allgemeine Forennutzung mag sicher abnehmen und der Trend auch mehr zur weniger aktiven Nutzung von Foren gehen. Ein Aussterben kann ich aber nicht feststellen, ganz im Gegenteil stelle ich stetigen Zuwachs fest. Dass mehr als ein Forum erwartet wird ist natürlich völlig richtig, aber das wird in den meisten Fällen ja auch geboten - jedenfalls von mir.

    Weil vielleicht kein PC, kein Laptop zur Verfügung steht sondern nur ein Smartphone? Wie soll man das den Spaß entdecken, etwas nachdrücklich selbst zu gestalten? Da reich es gerade, Selfie hoch zu laden und ein paar geile Sprüche abzulassen.

    Dieses Klientel ist aber auch nicht die Zielgruppe eines Forums.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass die Gesellschaft, immer mehr auf Einzelkäpfer setzt und produziert? Das ist gewollt und dahinter steckt ein Konzept! Das Unikat lässt sich leichter kontrollieren und manipulieren!

    Das stimmt, hat aber meines Erachtens genau den gegenteiligen Effekt. Gerade die Einzelkämpfer, die immer stärker werdenden Einzelmeinungen und Einzelverhaltensweisen machen den Menschen immer weniger kontrollierbar. Du kannst Massen ganz einfach kontrollieren, sobald sich daraus aber immer mehr Einzelkämpfer und kleinere Grüppchen konstituieren, verlierst du die Kontrolle darüber. Weil eben mitnichten weniger nachgedacht und hinterhergelaufen, sondern viel mehr von jedem einzelnen hinterfragt und ggf. abgelehnt wird. Diese Erfahrung hat sich in meinen Jahren der Forenadministration übrigens auch gezeigt - wobei ich natürlich nicht für bis vor meiner Zeit sprechen kann und noch sehr jung bin. Aber der Trend geht eigentlich genau die andere Richtung, wie du sie beschreiben möchtest. Das wird man vielleicht auch in wenigen Jahrzehnten an einem Dominieren vieler kleinerer Parteien im Bundestag sehen, womit man sich dann endlich mal Gedanken über das Parteiensystem machen muss.


    Administratoren und Moderatoren haben für mich nur die Aufgabe, Hilfestellung zu leisten, wenn bei Nutzern mal etwas nicht wie erwartet oder gewünscht funktioniert. Ansonsten sollte sie ihre eigenen Interessen als ihr Projekt betrachten und verfolgen. Wenn es vielen gefällt und die ziehen mit, ist es okay!

    So ähnlich sehe ich das auch, mit der Abwandlung, dass Moderatoren ausschließlich für die Aufrechterhaltung der Atmosphäre dienen und gerade weniger um Hilfestellung zu leisten, darum kümmern sich bei mir erfahrenere Nutzer. Moderatoren sollten nur im jeweiligen Fachforum entsprechende Kenntnisse haben um eine Moderation auch gewährleisten zu können - aber außerhalb Ihrer Rolle als Moderator sind sie ein normaler Nutzer wie jeder andere auch.

    Mein Projekt wird im Januar 17 Jahre alt und in den Jahren war viel zu beobachten

    17 Jahre kann ich nicht aufbieten, aber teilweise bis zu 12. Und ich habe als Kiddie angefangen, Foren zu leiten, was auch eine äußerst interessante Erfahrung ist, insbesondere wenn man dann später als Erwachsener seine Beiträge von früher sieht und sich denkt: Was zum Geier habe ich damals eigentlich gemacht? Aufgrund der Thematiken, die ich teilweise hatte, war aber zumindest offiziell gar nicht klar, wie alt ich überhaupt bin und da ich recht früh in der Lage war, korrekte und unauffällige Sätze zu bilden, fiel da auch nichts auf. Ich war kein typischer Jugendlicher, sondern ein Nerd.

    Meine Beiträge stellen - sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet - ausschließlich meine subjektive und aus Erfahrung und / oder Reflexion gewonnene Meinung dar und sind nicht als Fakten zu verstehen. Meinungen sind persönliche Ansichten und benötigen keine Belege. In Deutschland gilt nach Artikel 5 des Grundgesetzes Meinungsfreiheit. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar, hierzu bin ich nicht befugt.

  • Das ist korrekt - ich bevorzuge aber ehrlich gesagt beides zu verbinden, da ich gerade bei meinen Themen auch die Möglichkeit habe, das Forum auf Entwicklungsstand "Bleeding Edge" zu betreiben, ohne dass das nennenswerte Probleme gäbe.

    Bei mir war es erst das Thema und dann ist der Spaß am Gestalten dazu gekommen.

    Diese Erfahrung konnte ich bisweilen nicht machen. Ich habe auch ältere Gäste, aber meine Thematiken sorgen dafür, dass auch das meist sehr affine Nutzer sind, die früher Nerds der Computerwelt oder gar beruflich dort unterwegs waren. Auch die heutige Jugend ist einwandfrei damit, den Rechner einzuschalten - die allgemeine IT-Affinität nahm zu. Was aber gleichzeitig abnahm ist die Fähigkeit, Probleme in der IT eigenständig zu lösen. Wie auch immer das zusammenpasst, aber das ist auch der aktuelle Studienstand dazu. Umgang und Bedienung mit Social Networks, Foren und Geräten top - aber sobald ein technisches Problem auftritt, oft überfordert dies selbstständig zu lösen, selbst mir Recherche.

    Das sieht bei Projekten mit einem erotischen Thema leider ganz anders aus. Viele trauen sich da, selbst nichts zu! Staunen dann, wenn sie sich durchringen wie einfach es ist!

    Du wirst dennoch bis heute nirgendwo besser Hilfe als in einem Fachforum erhalten und keine besseren Diskussionen auf Facebook führen können wie in einem Forum.

    Genau da stimme ich dir zu! Der Grund für mich mein Projekt weiter zu betreiben, in Foren mit dem ein oder anderen Extra trennt sich schneller die Spreu vom Weizen.

    So ähnlich sehe ich das auch, mit der Abwandlung, dass Moderatoren ausschließlich für die Aufrechterhaltung der Atmosphäre dienen und gerade weniger um Hilfestellung zu leisten, darum kümmern sich bei mir erfahrenere Nutzer. Moderatoren sollten nur im jeweiligen Fachforum entsprechende Kenntnisse haben um eine Moderation auch gewährleisten zu können - aber außerhalb Ihrer Rolle als Moderator sind sie ein normaler Nutzer wie jeder andere auch.

    100% Zustimmung! Kein Sheriff-Stern blanko!

    17 Jahre kann ich nicht aufbieten, aber teilweise bis zu 12. Und ich habe als Kiddie angefangen, Foren zu leiten, was auch eine äußerst interessante Erfahrung ist, insbesondere wenn man dann später als Erwachsener seine Beiträge von früher sieht und sich denkt: Was zum Geier habe ich damals eigentlich gemacht? Aufgrund der Thematiken, die ich teilweise hatte, war aber zumindest offiziell gar nicht klar, wie alt ich überhaupt bin und da ich recht früh in der Lage war, korrekte und unauffällige Sätze zu bilden, fiel da auch nichts auf. Ich war kein typischer Jugendlicher, sondern ein Nerd.

    Man lernt viel soziale Kompetenz und bildet sehr viel schneller eine eigene Persönlichkeit! Vor allem wird man sehr schnell ruhiger und ist nicht so aufgeregt wie am Anfang vielleicht! Aber ist das im RL anders, sobald man eine Frührundaufgabe übernehmen muss?

  • Du wirst dennoch bis heute nirgendwo besser Hilfe als in einem Fachforum erhalten und keine besseren Diskussionen auf Facebook führen können wie in einem Forum.

    Ich denke das moderne Kommunikationsmittel wie Discord eine Alternative zu Foren bilden, was den Austausch betrifft, nicht was den Informationsgehalt angeht.


    Intensiver ist sicher die Unterhaltung in der Kleingruppe. Aber Informationen bunt und vielfältig bekommt man nur über Plattformen zu denen unverzichtbar auch Foren gehören. Ich denke Forum ist heute nur noch ein Baustein innerhalb einer Plattform und längst kein Stand alone Projekt mehr.


    Auch Facebook und Twitter können damit nicht wirklich konkurrieren.

  • Ich nutze Discord seit drei Wochen gezwungenermassen, bleibe aber dabei dass es grösser Mist ist. Bisher hab ich da auch nur Chatähnliche Verwendung ala Anstupsen in Facebook als Nutzung gesehen. Für mich ist das keine Alternative. Der Discord wo ich bin hat aber den Vorteil dass er restricted ist und da eine Menge "hochrangige" Leute rumfummeln zu denen sich ein Kontakt für mich lohnt.

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