Smalltalk - Labern, reden, diskutieren...

  • Dein Sarkasmus-Detektor braucht dringend ein Update ;–)

    Ne, das net. Sarkasmus in Schrifftform muss schon stark überzeichnet sein. 😜

    In dem Fall stimmts aber, bin noch im Modus: Bitte komm mit Fakten, nicht mit Nebelbomben.

  • Der Windwiderstand nimmt zudem quadratisch mit der Geschwindigkeit zu. Und Zahlen als auch fast alle gängigen „Ratschläge“ besagen, dass der Verbrauch bei „reduzierter“ Geschwindigkeit auf der Autobahn sinkt - sofern man den optimalen Gang wählt.

    Es hat ein Grund, warum viele Ratgeber beim Treibstoffverbrauch sagen: Geschwindigkeit runter, Gang rauf!

    Also da muss ich mich jetzt auch mal als Pfennigfuchser betätigen und einhaken. Optimaler Gang. Okay. Aber Geschwindigkeit runter, Gang rauf! Das kann man so nicht stehen lassen. Entscheidend ist den passenden Gang für die jeweilige Geschwindigkeit und den jeweiligen Straßenverlauf zu wählen. Fahre ich 100, könnte ich zwar auch in den sechsten Gang schalten, aber spritsparender bin ich im fünften Gang unterwegs, und geht es bergauf, wähle ich vielleicht auch den vierten Gang. Abhängig von der Motorisierung, abhängig vom Getriebe und abhängig von der Strecke. ;)

  • Zumindest einen imaginären Physikhebel gibt es: Einbildung, veredelt mit Starrsinn :)

    Dem hält kein Fakt stand.

    Gremlins sind harmloser als Trolle. Beide erzeugen nichts Gutes, aber Gremlins darf man folgenlos zumindest vor Mitternacht füttern!

  • Dem hält kein Fakt stand.

    Und deswegen genieß ich lieber den Tag und lass diese Diskussion jetzt Diskussion sein. ;)

    Es ist aber interessant, wie der Porschefahrer versucht meinen Einwand auf den Journalisten zu „entkräften“.

    Erstes Argumente von dem “Porschefahrer” war, dass ja moderne Autos bis zu 9 Gänge haben und daher 200km/h sparsamer sind als 130km/h, das wäre Physik und dagegen kann ich ja nicht argumentieren. Dumm nur, dass der Windwiderstand durch die Geschwindigkeit quadratisch steigt und - voraus gesetzt man hat den optimalen Gang - man für 200km/h deutlich mehr Energie aufwenden muss als für 130km/h.

    Als man das verklickert hatte, kam er mit dem Wirkungsgrad und das Ottomotoren ja bei voll geöffneter Drosselklappe und nahe der maximalen Drehzahl den höchsten Wirkungsgrad hätten. Sein „Beleg“ ist sein Porsche 911 GT3 RS von 2004 bei 200km/h 4 Liter weniger benötigt als sein neuer Porsche 911 GT3 RS von 2019. Dumm nur, dass das nicht die Ausgangsfrage war, sondern wie der Treibstoffverbrauch sich beim gleichen Auto mit 130km/h und eben 200km/h verhält. (Für den aktuellen 911 Turbo S habe ich sogar Werte gefunden: 130km/h ca. 10 Liter, bei 200km/h stehen dann 19 Liter an … macht also schlappe 90% mehr.)

    Nun kam er damit, dass ich ja keine Ahnung davon hätte, wie man auf der Autobahn fährt und da dort ja nicht ständig „beschleunigt und gebremst“ wird, fährt man da wesentlich sparsamer. Klar, ist nicht falsch, aber darum geht es ja im Endeffekt nicht, denn auf der Autobahn gehen wir mal davon aus, dass sowohl die 130km/h als auch die 200km/h nicht als Stop&Go gefahren wird.

    Ich frag mich, was der Herr Porschefahrer als nächsten anbringen will, warum auf der Autobahn 200km/h weniger Treibstoff verbraucht und weniger schädlich ist fürs Klima als 130km/h. Wollen wir wetten abschließen? XD Wette jetzt kommt, dass er ja mit 200km/h schneller am Ziel ist und daher weniger Treibstoff auf die Strecke verbraucht, als wenn er 130km/h fährt. Holla, ich glaube daraus könnte ich an meiner neuen Arbeitsstelle dann eine Masterarbeit anmelden. XD

    Wenn wir das hätten, kommt sicher die „Neiddebatte“ und das ich nur neidisch wäre auf ihn, weil er ein so tolles Auto fährt. Damit hätte man die Diskussion dann von der sachlichen Schiene vollständig gelöst und die einzige valide Frage wäre dann noch: Welche Potenzprobleme denn er kompensieren müsste. Dann gehts in die vulgäre Schiene. XD

    Ich genieß jetzt lieber den Tag. Neuen Arbeitsvertrag in der Tasche und nun Angestellter einer Universität, was will ich mehr. Ja, doch wüsste etwas: Ein neues Laptop. Aber nur welches und jetzt, oder doch etwas warten und abwarten was noch kommt. GNAGH!

  • Ich fahr Bahn, da is man (wir gehen jetzt man von pünktlich aus) immer noch schneller am Ziel und is sogar umweltfreundlich unterwegs

    Ich fahr auch gerne Bahn, da kann man Arbeiten, Lesen oder Film schauen und wenn nicht gerade eine Sitzung oder Meeting ist, auf das man un bedingt muss, ist das sogar während der Arbeitszeit recht angenehm. Ein Vorteil, wenn meist am Vortag schon los geschickt wird. XD

  • Wette jetzt kommt, dass er ja mit 200km/h schneller am Ziel ist und daher weniger Treibstoff auf die Strecke verbraucht, als wenn er 130km/h fährt.

    Natürlich! Wenn es was superleckeres gibt, esse ich auch immer sehr schnell, damit ich mehr rein bekomme, bevor ich satt bin.

    Und wenn mein Füller fast leer ist, schreibe ich schneller, damit ich den Text noch schaffe, bevor die Patrone leer ist.

    Gremlins sind harmloser als Trolle. Beide erzeugen nichts Gutes, aber Gremlins darf man folgenlos zumindest vor Mitternacht füttern!

  • Naja, irgendwo schon richtig, dass ein Fahrzeug, das locker die 300 knackt, bei 200 weniger Sprit verbraucht, als ein Fahrzeug, das die 200 nur mit Mühe und Not erreicht. Gut, mit dem M5 fährt es sich auch deutlich entspannter als mit dem Einser, aber das lässt man sich ja auch einiges kosten. Löcher im Geldbeutel sind spritsparend. Und davon lasse ich mich jetzt nicht mehr abbringen. :D

  • Aber die 200 und "weniger verbrauch" mag nur bei optimalen Bedingungen stimmen (bin kein Auto freak), aber wo hat man diese Bedingungen? Braucht nur ein Schleicher vor dir fahren, und man muss Bremsen. Dann wieder Gas geben, Bremsen usw.

    Und so viele Strecken mit unbegrenzt gibt auch doch auch nicht mehr. Und wenn, dann ist Baustelle.

    Und wegen solchen Leuten entstehen u. A. Staus, ergo hat man mehr Abgase und alle sind sauer weil nix mehr geht.


    Und darum bin ich auch Fan eines E-Autos. Auch die werden irgendwann neutral oder positiv fahren, wenn die Energie nicht mehr aus Kohle und Uran kommt. Zweiteres is aber eher Wunschdenken...

  • Naja, irgendwo schon richtig, dass ein Fahrzeug, das locker die 300 knackt, bei 200 weniger Sprit verbraucht, als ein Fahrzeug, das die 200 nur mit Mühe und Not erreicht. Gut, mit dem M5 fährt es sich auch deutlich entspannter als mit dem Einser, aber das lässt man sich ja auch einiges kosten. Löcher im Geldbeutel sind spritsparend. Und davon lasse ich mich jetzt nicht mehr abbringen. :D

    Klar ist es richtig, das hat aber auch schon Jeremy Clarkson festgestellt in Top Gear: Besser große Autos kaufen und bei 130km/h fahren als Kleinwagen, die die 130km/h nur erreichen, wenn sie die Kurbelwelle auskotzen. ;)

    XD

    Fabi_995 bitte fang jetzt nicht auch noch an damit. ;)

    Edited once, last by Teralios (May 13, 2019 at 8:13 PM).

  • Ich fahr Bahn, da is man (wir gehen jetzt man von pünktlich aus) immer noch schneller am Ziel

    Najaaa das ist aber nur der Fall, wenn man günstig wohnt. Wenn man von einem Dorf (ohne nennenswerte Zugbedienung) in eine Kleinstadt (ohne IC-/ICE-Anbindung) und von da in eine größere Stadt muss, dann sieht das schon komplett anders aus... Und das ist nicht so selten, wie es jetzt klingt. Wenn man natürlich in Berlin oder Stuttgart wohnt, mag das anders aussehen.

    Bei der Autodiskussion bin ich grad raus.

    Ging es hier um den Fiat Panda, der 130 oder 200 fährt vs. den Porsche, der 130 oder 200 fährt oder ging es um den Fiat Panda, der 130 fährt vs. den Porsche, der 200 fährt? :/

    Also beim Benziner ist es so, dass das Gaspedal die Drosselklappe steuert und die ist dafür zuständig, wie viel Benzin verbrannt wird. Bei gleichen Bedingungen(!) ist die absolute Menge, die durch den Motor fließt, also im Grunde nur von der Drehzahl abhängig, d.h. wenn im 5. Gang 100 fährt bei 2.500 U/min braucht die Karre mehr als bei 120 und 2.000 U/Min im 6. Gang.

    Allerdings muss man aufgrund von Reibung und Widerständen mehr Gas geben, um die Drehzahl zu halten. Damit sind die gleichen Bedingungen dahin, also steigt der absolute Verbrauch. Da aber auch die Geschwindigkeit steigt und der Verbrauch, der angegeben wird, ein Verhältnis aus Kraftstoff und Entfernung ist (und damit von der Geschwindigkeit abhängig ist), sinken die Verbrauchswerte bis zu einem Sweetspot, ab dem sie wieder steigen, weil der Verbrauch unverhältnismäßig zunimmt.

    Bei modernen Autos kommt noch der Turbo dazu, bei dem das eigene Abgas eine Turbine antreibt, da kann man noch ein bisschen Kraft "aus Müll" gewinnen, aber auch hier ist der Sweetspot irgendwann überschritten.

    Milestones:

    • 18.02.2022 19:14 CET: Erste PWA installiert (und es war ausgerechnet YouTube Music)
  • TLDR

    Ein Grund, warum ich da jetzt auch nach 4 Kommentaren ausgestiegen bin und den Herrn „labern“ lasse, denn selbst wenn man Fakten liefert, kom mt man da nicht wirklich an. ;)

    Hat wer darauf gewettet, dass er nun behauptet, dass er ja mit 200KM/h eine Strecke X nun schneller schafft und daher weniger Sprit verbraucht? Das kam nämlich jetzt. Wer zusätzlich darauf gewettet hat, das er mir nun unterstellt neidisch zu sein, hat die Superzahl gezogen. XD

    Im Endeffekt ging es nur darum, dass ich dem Journalisten vorgeworfen habe, dass seine „Kritik“ warum eine Zahl ein Irrtum ist, in der Form einfach suggestiver Journalismus ist, der nur Stammtischparolen liefert, dabei aber wichtige Fakten unterschlägt. Also seine „Kritik“ durchaus berechtigt ist, aber man doch bitte alle Fakten liefern soll, so dass man ein umfassendes Bild hat. Stattdessen suggerierte der Journalist aber mit seiner Argumentation, dass die Zahl ja falsch ist und da der Treibstoffverbrauch seit 1996 gesunken sei, alles in Butter ist und man doch schnell fahren kann. ;) Der Porschefaher hat nun halt versucht meine Kritik als „falsch“ hin zustellen und hat den Kriegsschauplatz mit dem Tempolimit auf gemacht und dass ja schnell fahren fürs Klima gut wäre.

    Im Endeffekt habe ich sinnlos Zeit verschwendet. :D

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