Smalltalk - Labern, reden, diskutieren...

  • Aktuell interessierts ca. 5 Millionen von 746 Millionen....

    5 Mio, die alleine von Mund-zu-Mund-Propaganda oder im Netz darüber erfahren haben, aber nicht über die Medien, dessen Aufgabe es ist, über so was zu berichten. Gut, warum sollte man über eine Entscheidung berichten, die einem selbst mehr Vorteile als Nachteile bringt. Am 23.03 wird man letztendlich sehen, wie viele es interessieren wird.

  • Am 23.03 wird man letztendlich sehen, wie viele es interessieren wird.

    Eben, das Problem wird sein, dass ALLE mit IHREN Themen in den Wahlkampf gehen und nachher sagen: Jetzt haben wir es euch gezeigt... Im Endeffekt wirst du niemals sagen können, weshalb wer wie gewählt hat... Ich vermute, dass ein GROSSER Prozentsatz an die Flüchtlingspolitik geht, auch wenn sich nachher §13-Gegner das für sich beanspruchen. Andersrum natürlich genau so.


    Das revidiert sich allein aus aktuellen Umfragen.


    Aber egal...

    Viele Grüsse aus Stuttgart, Kind Regards from Stuttgart
    TheSonic

  • Der Kassenzettel ist ein DSGVO-Albtraum.


    Besser gesagt das Foto davon.

    Milestones:

    • 18.02.2022 19:14 CET: Erste PWA installiert (und es war ausgerechnet YouTube Music)
  • würde es riesig! Nur leider zeigt er an, man hat keinr Zugriffsrechte. ;) hilft mir eine Registrierung, oder ist das nur intern!?

    Ups. Das war unbeabsichtigt 😂 Dann die Kurzfassung: Evtl. gibt's bald Font Awesome 5 für das WSC von uns :)

  • Ja man muss heutzutage aufpassen. Schließlich ist heutzutage ein unbearbeitetes Foto nach DSGVO Schlimmer als ein Illegaler Download ^^8o

    Was nachvollziehbar ist, da 'illegale Downloads' im Grunde überhaupt nicht geahndet werden und von einem relevanten Teil der Bevölkerung auch überhaupt nicht mehr als Unrecht angesehen wird. Dass niemand seinen Namen oder sein Gesicht auf irgendwelchen Fotos sehen will, ist da doch ein starkes Persönlichkeitsrecht und irgendwo verständlich. Oder, TLDR: Exakt so sollte es auch sein!

    Meine Beiträge stellen - sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet - ausschließlich meine subjektive und aus Erfahrung und / oder Reflexion gewonnene Meinung dar und sind nicht als Fakten zu verstehen. Meinungen sind persönliche Ansichten und benötigen keine Belege. In Deutschland gilt nach Artikel 5 des Grundgesetzes Meinungsfreiheit. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar, hierzu bin ich nicht befugt.

  • Was nachvollziehbar ist, da 'illegale Downloads' im Grunde überhaupt nicht geahndet werden und von einem relevanten Teil der Bevölkerung auch überhaupt nicht mehr als Unrecht angesehen wird.

    Da fände ich Quellen ganz interessant. Wenn das bei einem „relevanten Teil“ so ist, müsste das ja irgendwo erhoben werden, oder?

  • Frag mal die Contentindustrie, die haben immer alle möglichen Zahlen zu dem Thema ;)

    Aber die werden zu einem anderen Schluss kommen. :/

    Milestones:

    • 18.02.2022 19:14 CET: Erste PWA installiert (und es war ausgerechnet YouTube Music)
  • Das hängt vielleicht auch stark von der Definition von Relevanz ab? Vier Millionen Kiffer sind für mich beispielsweise durchaus relevant.


    TLDR

    Gerade die Contentindustrie kommt zum selben Schluss - stellen sie doch immer hundertfach übertriebene Schadenshöhen dar, die es nie gegeben hat.


    //EDIT:

    Erinnert sich außerdem niemand mehr an die Kampagne https://de.wikipedia.org/wiki/Raubkopierer_sind_Verbrecher?

    Warum meint ihr wohl, musste aus einem Vergehen ein Verbrechen gemacht werden und es so drastisch dargestellt werden?

    Weil es als Lappalie empfunden wird. "Schockbilder" sozusagen. Geholfen hat es genauso viel wie bei den Zigaretten - nichts.


    Quote

    um das aus Sicht der Wirtschaft fehlende Unrechtsbewusstsein der Endverbraucher zu schärfen


    Da ich Urheberrecht für geistiges Eigentum aber generell ablehne, bin ich da aber der falsche Diskussionspartner.


    Ob es Studien zu den Zahlen neben den Ansichten der Wirtschaft gibt, keine Ahnung. Für den Fall galt tatsächlich Quelle: Man selbst.

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    Edited 3 times, last by D3nnis3n ().

  • 1. ist das eine andere Straftat, für die ich mich hier nicht interessiere und nach der ich auch nicht gefragt habe. 2. sagt das reine Vollziehen der Straftat in keiner Weise, dass man es nicht als Straftat empfindet.


    Demnach gehe ich davon aus, dass das schlichtweg kein Fakt war, den du nanntest, sondern dein eigenes und damit nicht objektiv haltbares Empfinden. Daher bitte ich dich, das auch entsprechend zu schreiben und nicht als Tatsache darzustellen.

  • Meine Signatur dürfte dir da helfen - denn genau für dich habe ich sie damals gemacht, aber in dem Fall stelle ich das aus eigenen Studien gerne als Fakt hin. Wenn dir das nicht passt, ist mir das scheißegal, fahr jemand anderen blöd an.


    Im Übrigen ist es gerade keine andere Straftat, denn der Bezug von Raubkopien war nichts anderes als das Verteilen von solchen - beides erfolgt aus allen Schichten der Menschen und hat die Wirtschaft gleichviel interessiert. Die Kampagne richtete sich aber gerade auch gegen die Bezieher. Heute läuft das eben digital - und wurde damit nur noch viel schlimmer.


    Du darfst mitreden, sobald du selbst Statistiken aus entsprechenden Plattformen hast.

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  • Weißt du, es stellt sich äußerst schwer dar, dir die in entsprechenden Plattformen gesammelten Statistiken zur Verfügung zu stellen, das hat beispielsweise damit zu tun, dass diese nicht sonderlich legal sind. Dir bleibt also die Möglichkeit, dort selber man anzuklopfen oder eine eigene solche Plattform aufzumachen.


    Aber wenn ich allein im deutschsprachigen Raum schon eine sechsstellige Zahl von einzigartigen Uploadern feststellen kann, dann reicht mir persönlich das. Ich sags mal so, wohnst du in einem Mehrfamilienhaus mit fünfzehn Parteien hast du vermutlich zwei Kiffer, vier Downloader und einen halben Uploader drin. Und hinsichtlich Unrechtsbewusstsein hat die Wirtschaft ihre Ansicht dazu ja schon geliefert. Wenn du konkrete wissenschaftliche Studien willst - die wird es wohl aus offensichtlichen Gründen einfach nicht geben. Darfst aber gerne danach suchen. Etwas aber als nicht existent abzutun, gerade in Kreisen wo jeder Nachweis eine Verbindung zu Straftaten offenlegt, ist selten dämlich.


    Eine kurze Google-Suche nach "Unrechtsbewusstsein illegale Downloads" brachte mehr als genug Artikel zum Thema - der Tenor ist da immer gleich.


    Quote

    Aus Sicht der Verbraucherzentrale fehlt es Internetnutzern, die Musik illegal herunterladen, oftmals an Unrechtsbewusstsein. "Früher störte sich niemand dran, wenn Musik oder Filme auf Kassetten überspielt wurden – und das steckt bei den Leuten noch drin", sagte Reichertz.

    Älteres Beispiel, suchst du dich aber selber durch wirst du sehr, sehr viele davon finden.


    Ich bin Anti-Urheberrechtsaktivist, auf allen großen Plattformen aktiv - aber kein Uploader. Mehr kann ich dir nicht bieten, wenn dir das nicht passt, dann lass es als Meinung stehen, die Tendenz der illegalen Downloads nimmt aber trotz der neuen Streamingangebote nicht nennenswert ab. Und jede Umfrage zu den Gründen der Downloads endet immer wieder gleich: Nummer 1 ist die fehlende Zahlungsmöglichkeit, Nummer 2 ist das DRM, Nummer 3 ist die Ablehnung von geistigem Eigentum und dann kommt irgendwann "Mag einfach nicht zahlen". Einen Schaden verneinen weit über 80% der befragten Nutzer, denn sie hätten das Produkt nie gekauft. Und wenn man die Leute zur Gesetzgebung fragt ist eine große Mehrheit auch immer dabei zu sagen, dass sie davon wenig bis nichts halten - aber alle geben auch zu, dass die neuen Streamingangebote nett sind und ebenfalls genutzt werden. Sehr viele lehnen es aber ab, mehrere Streamingprovider gleichzeitig bezahlen zu müssen.


    Alle Szene-Vertreter weisen bei Uploads für gewöhnlich auch darauf hin, dass man etwas kaufen soll, wenn es einem gefällt. Das machen die nicht aus Witz, sondern aus Absicht.


    Man macht sich da durchaus Gedanken, warum man etwas tut und schätzt durchaus die getane Arbeit. Eine häufige genannte Lösungsmöglichkeit wären - in Deutschland leider verbotene - Preise, die ans Einkommen geknüpft sind. Aber Unterhaltung und Wissen wird gerade in diesen Kreisen als ein Grundrecht erachtet, entsprechend handelt man dort auch.


    Ich bin seit einiger Zeit selbst für einen Spieleentwickler tätig - und der Grund unsere Spiele zu kopieren ist primär fehlendes Geld und fehlendes Unrechtsbewusstsein dabei. Das ist insbesondere deswegen interessant, weil es global vermarktet wird und eine ganze Menge unterschiedlicher Kulturen und Rechtsgrundlagen dabei von Relevanz sind. Ich kenne also jedenfalls dort beide Seiten. Ich schmeiße immer wieder gerne einen Gratis-Key an ärmere Leute raus, gerade an die ehrlichen.


    Es wird immer so getan, als wären alle Downloader irgendwelche hirnlosen Bots, die halt einfach runterladen, weil gratis. Dem ist nicht der Fall. Ein großer Teil der Downloader macht sich Gedanken darüber, was sie tun, warum sie es tun und fühlen sich dabei zudem im Recht - völlig gleich, welches Gesetz im Hintergrund steht.


    Hatte ich schon erwähnt, dass Uploader keine fünfunzwanzigjährigen sind, die im Keller ihrer Mutter sitzen? Unter den Uploadern sind Menschen mit hohem Einkommen wie auch Menschen mit niedrigem. Und viele haben Familie. Was tatsächlich mies ist, ist die Frauenquote. :D Aber die Vorstellung scheinen viele nicht wirklich verinnerlichen zu können. Der Gedanke, dass der eigene Nachbar, mittlere Führungskraft, im Einfamilienhaus mit vier Kindern sich abends hinsetzt und Musik im Internet verbreitet oder sich hin und wieder einen Joint anzündet erscheint absurd - genau das passiert aber überall in Deutschland, auch heute Abend wieder. Und morgen früh gehen die alle wieder als stinknormale Menschen zur Arbeit, ohne jedes Bewusstsein dafür, dass man sie jederzeit jahrelang verknacken könnte, nicht nur weil sie was hochgeladen haben, sondern sich auch noch einen Dübel gezündet haben. Ich kenne eine ganze Menge solcher Menschen. Man muss sich dieses Unrechtsbewusstsein manchmal fast gar aneignen, weil man andernfalls mit den möglichen Repressalien und der Angst dahinter nicht klarkommen würde - es aber eben auch überhaupt nicht einsieht, dass einem für sowas alles mögliche droht, gerade bei Joints ja auch gerne mal die Fahrerlaubnis und der Job. Die Leute wollen dennoch nicht auf etwas verzichten, was sie in ihrer Freizeit für sich selbst machen und eigentlich niemanden etwas anzugehen hat. Also macht man es eben genau so.


    In meiner Vereinsarbeit habe ich viel mit gelegentlichen Drogenkonsumenten zu tun, das ist häufig bei Events. Die haben auch alle kein Unrechtsgefühl - aber das haben sie entwickelt. Beim ersten Joint war bei den meisten ein Kick dabei, wenn sich Leute entschieden haben, das regelmässig zu tun, kam die Angst. Und dann, um diese zu bekämpfen, die Überzeugung, nichts falsches zu tun. Bei vielen regelmäßigen Up- und Downloadern (nicht bei den gelegentlichen) passiert es ähnliches, ebenfalls aus Überzeugung. Diesen Effekt findest du aber nicht bei Körperverletzung, Vergewaltigung, Betrügern oder anderen, ich nenne es mal "echten" Straftaten. Bei Eigentumsdelikten an 'Reichen' findet man das auch noch manchmal - der linke Robin Hood Komplex, den gibt's, aber das wars. Damit will ich sagen, dass diese Einstellungen eben keine Gefahr für die Rechtsordnung sind, sondern sich spezifisch auf umstrittene Regelungen beziehen. Man kann also mitnichten mittels des Überzeugungsarguments einfach tun und lassen was man will. Das funktioniert nicht und kommt so auch nicht vor.


    Ich persönlich sauge kaum noch etwas, wenn ich etwas sauge, dann sind das Filme, die ich bei Amazon Prime nicht bekommen kann, weil sie nur auf einer anderen Plattform laufen und ich nicht bereit bin für drei oder vier solcher Plattformen zu bezahlen. Und wenn ich das mache - habe ich überhaupt kein Unrechtsgefühl dabei. Genauso wenig wie ich ein Unrechtsgefühl dabei habe, etwas Gras einzupacken - etwas das anderswo schon längst legal ist. Ein Unrechtsgefühl habe ich aber, wenn ich die staatliche Verfolgung sehe. Nur dass sich das Unrecht auf die staatlichen Maßnahmen bezieht, nicht auf die vermeintliche 'Straftat'.


    Und ja, ich hätte ein derbes Unrechtsgefühl dabei, würde ich jemals in einen Laden laufen und irgendwas mitgehen lassen. Da füge ich Menschen aktiv messbaren Schaden zu, nehme jemandem etwas weg. Aber ob ich jetzt die Adobe Suite lizenzlos aus Bequemlichkeit nutze oder dann eben doch Gimp - das ist mir scheißegal.


    Ich glaub ich hab jetzt fertig, ich bin ja für meine hunderttausend Nachedits bekannt, das werde ich mir wohl nie abgewöhnen, lol.

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    Edited 22 times, last by D3nnis3n ().

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