Webseiten werden abgelöst durch AI - oder nicht?

  • Straßenbahnen die jetzt angeschafft wurden / werden für eine Laufzeit von mindestens 25 Jahre angeschafft für mehrere Millionen Euro. Die verkauft man ja nicht nach 10 Jahren plötzlich.

    Dazu kommt das die Kosten mit solcher Technik höher ausfallen und eine Straßenbahn so viel wie 2 Kosten werden. Wenn das mal reicht.

    Aber ich glaube das ist ein eigenes Thema für sich.:)

  • Hm, ich hatte mich vorhin schon gefragt, warum du dich so sehr auf die Straßenbahnen einschießt, aber auch in diesem Bereich kann KI viele Kosten einsparen, indem sie Verkehrsverbindungen permanent optimiert. Ein erster Schritt könnte dann ähnlich wie bei Flugzeugen ausschauen, indem man Papier durch Displays ersetzt, was mit simplen Tablets selbst in kleinen und steinalten Privatmaschinen gelingt. Und schon hat man die Möglichkeit, vormals starre Fahrpläne flexibel anzupassen, und informierte Entscheidungen durch Fahrpersonal oder Fahrcomputer zu ermöglichen, sowie die Anschlussverbindungen zu koordinieren. Gut, die Fahrgastinfos per Display, App, ... sollten dann natürlich passen, aber das wird man ja wohl hingekommen.

  • Hallo,


    bei mir in der Nachbarstadt fahren seit 2020 schon autonome Busse und bisher gab es keinerlei mir bekannte Probleme oder Unfälle. Wobei man sich offiziell immer noch in einer Testphase befindet und daher immer jemand dabei ist.

    Eine autonome Bahn ist wahrscheinlich weitaus einfacher. Ein Bus hat viel mehr individuellen Verkehr und ist mehr individuellen Gefahren ausgesetzt.

  • Ist ja auch grundsätzlich kein Hexenwerk. Man braucht halt diverse Sensorik inkl. Cams und gewisse Telemetriedaten. Autonomes Fahren ist ja nicht erst seit gestern ein Thema (und für mich und viele Andere bei privaten PKWs der nackte Horror, wenn man selber gerne Auto fährt) und in asiatischen Ländern wie Japan längst gängige Praxis im ÖPNV.

    Hier bei uns in D. sprechen eher noch Sicherheitsbedenken dagegen als "technische Nichtmachbarkeit", ähnlich wie auch in der Luftfahrt (wo das ebenfalls längst geht). Rein rechtlich müsste hier wohl mindestens noch ein Triebwagenführer zur Überwachung an Bord sein - und dann kann er den Zug auch gleich selber fahren.

    Bei der lange existenten LZB-Technik (um auch oberhalb der signalgeführten 160/165 km/h fahren zu dürfen) ist das im Prinzip schon ewig so:
    Dabei muss der TF nicht mehr zwingend auf Signale schauen und sie ggf. per "Indusi-Wach" bestätigen, er erkennt sie bei 250 km/h eh kaum noch.
    Stattdessen gibt es eine "Zielgeschwindigkeit", die per LZB überwacht und dann von einer AFB eingehalten wird. So kann zum Beispiel auch deutlich später und ggf. sanfter abgebremst werden als mit reiner PZB-90 Technik der älteren Loks (und langsameren Strecken).

    All das geht schon ziemlich stark an die Grenze zum vollautonomen Fahren. Der Zug wird dabei die ganze Zeit durch ein im Gleisbett verlegtes Kabel überwacht und geführt, das permanent die erforderlichen Signale von einem Zentralrechner empfängt und an die Steuer-Elektronik des Triebwagens leitet.
    Der Triebwagenführer muss das Ganze praktisch nur noch überwachen und ggf. das LZB-Ende oder dessen kurzzeitige Unterbrechung per "Indusi Frei" Taste bestätigen, um nicht in die Zwangsbremsung zu geraten.

    Ebenso kann es mal nötig sein, die Bremsung manuell etwas zu unterstützen oder auch früher einzuleiten als es die AFB tun würde, wenn er gegen ein Halt-zeigendes Signal anfährt. Aber viel mehr hat er praktisch im LZB-Betrieb nicht mehr zu tun. Und die "freie Strecke" wird ihm in 1000 Meterschritten (und später abgestuft bis auf Null) im Display angezeigt.
    Praktisch eine Art "Autopilot auf Schienen".

    Gruß

    Jörg

    (Jaydee)

  • und für mich und viele Andere bei privaten PKWs der nackte Horror, wenn man selber gerne Auto fährt

    Ich würde das nicht so pauschalisieren. Ich fahre selber auch gerne Auto aber finde den Autopilot von Tesla (ich weiß, es ist kein richtiger Autopilot, nur der Name) trotzdem sehr sehr angenehm und verwende ihn immer gerne. Vorallem auf Autobahnen und anderen Schnellstraßen. Ich könnte mir nicht vorstellen ein Auto ohne Autopilot, bzw. Lenkassistent zuzulegen.

  • Auch diese Prozesse sind im Normalfall heute automatisiert. "Störungen" kann es natürlich immer mal geben und dann ist ggf. wieder der Mensch gefragt.
    Ganz überflüssig sind wir also G. s. D. nicht. :D
    Aber im Beispiel der LZB wäre das zunächst unerheblich, weil die meines Wissens nur auf den "geraden" Reisestrecken eingesetzt wird, also ohne Weichen.
    Wenn das Hauptgleis kurz z. B. für einen Haltepunkt verlassen werden muss, wird die LZB-Strecke zu dem Zweck unterbrochen und der TF rechtzeitig per PZB(-90) auf die erforderliche Weichengeschwindigkeit (z. B. 40 km/h) über entsprechende Signale ("Langsamfahrt erwarten") herab gebremst.

    In Japan läuft das in diesen komplett "führerlosen" Zügen wohl noch völlig anders, wie genau entzieht sich meiner Kenntnis, so genau stecke ich auch nicht im Thema Schienenverkehr. Aber offenbar funktioniert es dort reibungslos.

    Bei Flugzeugen wiederum stecke ich deutlich mehr in der Technik und rechtlichen Situation (einige Jahrzehnte selber aktiv geflogen). Dort ist es beispielsweise schon lange möglich, Jets vollautomatisch und praktisch auch bei "Null Sicht" landen zu lassen. Dazu sind 3 Grundvoraussetzungen erforderlich: 1. Der jeweilige Flughafen muss über die entsprechende Technik und Zulassung verfügen, 2. muss das verwendete Flugzeug ebenfalls zu dieser Art Landung in der Lage und dafür zugelassen sein und 3. muss mindestens der verantwortliche Pilot die Zusatz-Berechtigung besitzen, vollautomatische Landungen durchzuführen und muss diese dann auch selber durchführen. Der F/O ("Co-Pilot") darf es in diesem Fall dann nicht, er assistiert dann nur in gewohnter Weise als "Pilot non flying" mit Funk, Flap-Settings, Fahrwerk-Steuerung usw.

    Der verantwortliche Pilot hingegen überwacht dabei den Landeanflug und kann ggf. sofort manuell eingreifen, falls die Systeme eine Störung bzw. ein "Nichtgelingen" des vollautomatischen Approaches signalisieren. Wie immer ist und bleibt er natürlich auch für diesen Teil des Fluges verantwortlich.
    Aber auch "vom Boden" aus kann seit vielen Jahren schon in die Flugsysteme samt FMC eingegriffen (und diese leider auch "gehackt") werden, womit selbst ein Riesenjet in gewisser Weise "fernsteuerbar" ist.

    Gruß

    Jörg

    (Jaydee)

  • Ich muss ehrlich sagen, dass ich die aktuelle Phase in der sich die KI/LLMs befinden richtig hasse. Viele Wichtigtuer, wenige Ergebnisse. Goldgräberstimmung, nur kein Gold da. Die Super-Programmierer-KI "Devin" pflegt sich da wieder super ins Bild. Alles was mir bisher getaugt hat, war ChatGPT 4. Ich bin gespannt was Google mit Gemini 1.5 liefern wird.

    Ich gehe stark davon aus, dass Google darauf beharren wird, AI/LLM genierte Inhalte von Suchergebnissen auszuschließen. Damit würden legitime Webseiten/Blogs weiterhin erhalten bleiben.

  • Ich gehe stark davon aus, dass Google darauf beharren wird, AI/LLM genierte Inhalte von Suchergebnissen auszuschließen. Damit würden legitime Webseiten/Blogs weiterhin erhalten bleiben.

    Google hat doch unlängst bestätigt, das es ihnen egal ist, wie der Text geschrieben wird. Dabei spielt es keine Rolle ob von KI oder vom Menschen generiert. Der Text muss lediglich einen Mehrwert bieten. Stichwort "Helpful Content". ;)

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