Spenden-Button - was gibt es rechtlich zu beachten?

  • So ein Gespräch hatte ich gestern auch bei einer Finanzamttante. Manchmal frage ich mich wirklich, ob dieser Staat möchte, dass sich Menschen selbstständig machen und ob die Jungs und Mädels die da in den Ämtern die Sesseel vollpupsen tatsächlich schon mal in ihrem Leben wirklich gearbeitet haben oder sich gar schon mal in Selbstständigkeit versucht haben.

    Warum`? Es ist völlig legitim, dass man Liebhaberei unterstellt wenn keine Gewinnerzielungsabsicht zu erkennen ist. Sonst könnte ja jeder einfach ein Gewerbe haben um vermeintliche Betriebsausgaben von der Steuer abzusetzen.

  • Warum`? Es ist völlig legitim, dass man Liebhaberei unterstellt wenn keine Gewinnerzielungsabsicht zu erkennen ist. Sonst könnte ja jeder einfach ein Gewerbe haben um vermeintliche Betriebsausgaben von der Steuer abzusetzen.

    Naja, wenn Du mit 130 Rechnungen und knapp 250 Belegen inkl. EÜR aufschlägst und Dir dann erzählt wird das sei Liebhaberei, weil Du nicht aktiv Werbung betreibst und Du den Umsatz und Gewinn Deines als Nebengewerbe angelegte Unternehmen nach Kleinunternehmerregelung für das nächste Jahr nicht steigern möchtest. dann weiß ich auch nicht.


    Rechnungen schreiben und 10 Jahre vorhalten, Belege sammeln, eine EÜR führen, IHK und sonstige Beiträge und Versicherungen abführen mache ich jedenfalls nicht aus Spaß. Zumal dann auch noch bei Detailfragen darauf verwiesen wurde, dass man mir keine Auskunft geben könnte und ich das den Steuerberater fragen soll. Also soll ich den Gewinn lieber dem Steuerberater geben, als dem Finanzamt. Naja, dann mach ich das so. Dazu kamen dann noch komplette Falschaussagen in Bezug auf eine angeblich erforderliche Umsatzsteuernummer.


    Sorry, bin von diesen Steuerpupsern gerade ziemlich angepisst. Zeigt mir aber mal wieder, dass dieses System lieber stumpf draufhaut anstatt Eigeninitiative zu unterstützen.

  • Moin, sind denn die Spenden wo man durch die Einnahmen kein Gewinn erwirtschaftet kommerziell oder nicht-kommerziell? Der Betrag wird nur für das Firum ausgegeben.

    Liebe Grüße

    Niklas

  • So ein Gespräch hatte ich gestern auch bei einer Finanzamttante. Manchmal frage ich mich wirklich, ob dieser Staat möchte, dass sich Menschen selbstständig machen und ob die Jungs und Mädels die da in den Ämtern die Sesseel vollpupsen tatsächlich schon mal in ihrem Leben wirklich gearbeitet haben oder sich gar schon mal in Selbstständigkeit versucht haben.

    um gerade das zu vermeiden sitzen die ja in den Ämtern, damit sie nichts von den realen Umständen in der Welt mitkriegen müssen und davon auch nur einen Hauch Ahnung haben müssen. Was die tun ist Paragraphen-reiten und wenn ihnen die nicht im Weg stehen, sehen die auch keinen Hinderungsgrund dabei das sich Menschen in den Ruin stürzen bei dem Versuch ein Leben aufzubauen. Sofern man das "einen Selbstständigen Betrieb aufbauen/führen" als "Leben" bezeichnen wollte. Da braucht es zuerst mal für den Unternehmenserfolg, ausreichend Grundkapital um die Durststrecke bis zu einem Kostendeckenden Kundenstamm zu halten und dann muss der Kundenstamm entsprechend gehalten werden um eventuelle "Zugewinne" über deren "weitersagen" das es "mit dem Unternehmen richtig läuft nach Kundenwunsch" zu erzielen usw.. "Selbstständigkeit" heißt Geld haben, vor dem Geld verdienen. Das wird sehr gern mal vergessen und in den Ämtern ist das egal, weil die ja ihr "Leben" haben auf dem Rücken derer die es versuchen ein Leben zu erreichen, das ist ja zB. auch das spannende bei den JC, denen ist völlig egal, ob der beworbene Arbeitgeber als solcher qualifiziert ist, denn die haben ja ihren Job, weil die anderen die einen Job benötigt keinen haben.

    ... Sonst könnte ja jeder einfach ein Gewerbe haben um vermeintliche Betriebsausgaben von der Steuer abzusetzen.

    davon gibt es schon mehr als genug, die das so machen, das Konzept ist auch nicht neu.

    Moin, sind denn die Spenden wo man durch die Einnahmen kein Gewinn erwirtschaftet kommerziell oder nicht-kommerziell? Der Betrag wird nur für das Firum ausgegeben.

    Solche Definitionsfragen sind immer nicht einfach, Vereine und gemeinnützige Unternehmen, kriegen in der Mehrzahl "Spenden", bzw. finanzieren sich ausdrücklich über die "Spenden-Einnahmen" und wie das Wort "Einnahmen" bereits verrät, sind diese beim Finanzamt meldepflichtig, ob das schon bei 1 Euro los geht oder ob es dafür mindestgrenzen etc. gibt, wie das mit den Summen und Bemessungsgrenzen funktioniert, da sollte man sich bevor man hart auf die Nase fällt vorsorglich beraten lassen, aber nicht beim Geldhai im Hinterzimmer, sondern bei den entsprechenden Ansprechstellen die auch rechtsgültige Auskuft erteilen können, das man dahingehend nicht nach der falschen Beratung handelt und dann nach einer unbestimmten Zeit nette Briefe kriegt und das Unternehmen dann abgeben darf ..

    Naja, wenn Du mit 130 Rechnungen und knapp 250 Belegen inkl. EÜR aufschlägst und Dir dann erzählt wird das sei Liebhaberei, weil Du nicht aktiv Werbung betreibst und Du den Umsatz und Gewinn Deines als Nebengewerbe angelegte Unternehmen nach Kleinunternehmerregelung für das nächste Jahr nicht steigern möchtest. dann weiß ich auch nicht.


    Rechnungen schreiben und 10 Jahre vorhalten, Belege sammeln, eine EÜR führen, IHK und sonstige Beiträge und Versicherungen abführen mache ich jedenfalls nicht aus Spaß. Zumal dann auch noch bei Detailfragen darauf verwiesen wurde, dass man mir keine Auskunft geben könnte und ich das den Steuerberater fragen soll. Also soll ich den Gewinn lieber dem Steuerberater geben, als dem Finanzamt. Naja, dann mach ich das so. Dazu kamen dann noch komplette Falschaussagen in Bezug auf eine angeblich erforderliche Umsatzsteuernummer.


    Sorry, bin von diesen Steuerpupsern gerade ziemlich angepisst. Zeigt mir aber mal wieder, dass dieses System lieber stumpf draufhaut anstatt Eigeninitiative zu unterstützen.

    Du verlangst aber auch Sachen vom Finanzamt, das geht ja so auch nicht. Auskünfte zu Vorgaben, davon haben da doch nur Einzelne, wenn überhaupt, eine Ahnung, was da erforderlich ist und was nicht. Was die Sache mit dem "... soll ich also lieber dem Steuerberater geben statt dem Finanzamt", auch der muss ja schließlich seinen Porsche mal Tanken und warum dann nicht von deinem Geld?


    "Auf Detailfragen keine Auskunft geben können" - damit lässt man die aber nicht in Ruhe, sondern verlangt dann einen Mitarbeiter der qualifiziert ist und Ahnung von dem hat was dafür erforderlich ist. Dafür sind die ja da an die Stellen gesetzt zum Auskunft erteilen und nicht bloß zum Kaffee trinken und Stifte zählen.

    Hunde die bellen, beißen nicht? -> nun, ich bin kein Hund. -> Ich belle nicht. - Ich Beiße! 8o

  • um gerade das zu vermeiden sitzen die ja in den Ämtern, damit sie nichts von den realen Umständen in der Welt mitkriegen müssen und davon auch nur einen Hauch Ahnung haben müssen. Was die tun ist Paragraphen-reiten und wenn ihnen die nicht im Weg stehen, sehen die auch keinen Hinderungsgrund dabei das sich Menschen in den Ruin stürzen bei dem Versuch ein Leben aufzubauen.


    Das wird sehr gern mal vergessen und in den Ämtern ist das egal, weil die ja ihr "Leben" haben auf dem Rücken derer die es versuchen ein Leben zu erreichen, das ist ja zB. auch das spannende bei den JC, denen ist völlig egal, ob der beworbene Arbeitgeber als solcher qualifiziert ist, denn die haben ja ihren Job, weil die anderen die einen Job benötigt keinen haben.


    Du verlangst aber auch Sachen vom Finanzamt, das geht ja so auch nicht. Auskünfte zu Vorgaben, davon haben da doch nur Einzelne, wenn überhaupt, eine Ahnung, was da erforderlich ist und was nicht.

    Du verallgemeinerst gerne wie es mir den Eindruck erweckt. Das ist nicht hilfreich im Leben. Auch Menschen Abzocker zu nennen, die mir ihrem Forum Einnahmen haben schlägt in die gleiche Kerbe.


    Ich finde es unter aller Würde, wie du hier pauschal alle Mitarbeiter von Finanzämtern und Jobcentern faktisch als unfähig und faul bezeichnest.

  • Ich finde es unter aller Würde, wie du hier pauschal alle Mitarbeiter von Finanzämtern und Jobcentern faktisch als unfähig und faul bezeichnest.

    Ach, wir Menschen aus dem öffentlichen Dienst sind es gewohnt, dass wir dumm, ungebildet, faul und was weiß ich nicht noch alles sind und das wir ja überhaupt nichts können.


    Dass - gerade bei den Finanzämtern als auch im JobCenter sowie der Bundes Agentur für Arbeit - einzelne Sachbearbeiter nicht nur für eine Person zuständig sind, sondern teilweise für mehrere Hundert bis Tausend Menschen und diese Personen und sich die Arbeit teilweise auftürmt, wird da gerne schnell vergessen. Man sieht ja nur, dass sie halt von 08:00 - 12:00 Sprechzeit haben, dannach gehen die ja "nach Hause".


    Ist bei uns teilweise auch nicht anders, die meisten denken, dass unsere Arbeit ja von 10:00 - 18:00 oder hier 11:00 bis 20:00 ist und wir sonst nichts zutun hätten.

    Moin, sind denn die Spenden wo man durch die Einnahmen kein Gewinn erwirtschaftet kommerziell oder nicht-kommerziell? Der Betrag wird nur für das Firum ausgegeben.

    Prinzipiell: Du handelst immer kommerziell, auch wenn du keine Gewinnabsicht hast. Ansonsten: Frag lieber mal in einem Forum für Steuerfragen nach oder bei deinem Steuerberater deines Vertrauens, der kann dich besser beraten.

  • Ist bei uns teilweise auch nicht anders, die meisten denken, dass unsere Arbeit ja von 10:00 - 18:00 oder hier 11:00 bis 20:00 ist und wir sonst nichts zutun hätten.

    Ja, das ist leider häufig dort der Fall, wo die Allgemeinheit kein "Insider-Wissen" über einen Berufszweig besitzt.

    Beispielsweise auch im Einzelhandel: Wie oft hat man da früher gehört "Ach, das ist doch überhaupt keine (körperliche) Arbeit! Nur bisschen Rumstehen und mit fremden Leuten quatschen...".

    Das können nur Menschen sagen, die eine solche Tätigkeit nie ausgeübt haben und nur die "Kunden-Perspektive" ihres eigenen 10-Minuten-Gesprächs kennen.


    Dass gerade im technischen Handel die Menschen über fundiertes Fachwissen verfügen müssen, dazu von z.B: 9.00 bis 20.00 Uhr dort auf den Beinen sind (und oft viel laufen müssen) und kaum Freizeit besitzen für eigene Erledigungen, dazu noch häufig auch reichlich Paletten mit schweren Geräten um- und abräumen müssen, wird dabei nicht gesehen.

    Für viele Menschen besteht "Arbeit" bis heute nur aus körperlichen Aktivitäten wie dem Schleppen von 50 KG Zementsäcken, Backsteinen usw. Alles andere wird dann gerne als "Sesselpupserei" bezeichnet und nicht ernst genommen.


    oder bei deinem Steuerberater deines Vertrauens

    Diesen Weg würde ich ebenfalls empfehlen. Einen Fachmann zu befragen bringt mit Sicherheit mehr, als in einem Forum andere Laien zu heiklen, (steuer-)rechtlich relevanten Themen zu befragen und sich darauf zu stützen.

    Gruß

    Jörg

    (Jaydee)

  • Ich finde solch pauschale Verurteilung auch nicht in Ordnung Anthrazit . Das hat auch nichts mit eigener Meinung oder Erfahrung zu tun, damit tust du vielen Beamten (oder Angestellten im öffentlichen Dienst) unrecht. Denn überall gibt es solche und solche Menschen oder Mitarbeiter oder Beamte. Oder möchtest du mit allen Menschen deiner Berufsgruppe in einen Sack gesteckt werden? Gut, vielleicht hat die ja einen guten Ruf, dann kannst du dich drin sonnen. Ich denke aber du bist nicht so wie jeder andere deines Berufsstandes. Auch unter den als hart arbeitend geltenden Berufsgruppen, gibt es bestimmt Einzelne, die sich gerne rar machen und schlicht faul sind. Fleißige und faule (nette und unfreundliche, sachkundige und unwissende usw.) Menschen gibt es in jeder Berufsgruppe.


    Wenn du immer an die Menschen gerätst, die dir nicht helfen wollen oder die gerade besseres zu tun haben, solltest du den Fehler nicht immer nur bei anderen suchen, sondern vielleicht auch überlegen, wie du es anders versuchen könntest um mehr Hilfe zu erhalten (anderer Ton, anderes Auftreten, andere Uhrzeit usw.).


    Persönlich kann ich mich bei Ämtern nicht beklagen. Wenn ich dort etwas möchte, wird mir da auch geholfen. Dass nicht immer alles sofort geht, sollte man dabei aber akzeptieren. Das ist in allen anderen Berufen auch nicht anders. Selbst dann nicht immer, wenn man einen Termin hat.

    Liebe Grüße
    Susi

  • Ich finde es unter aller Würde, wie du hier pauschal alle Mitarbeiter von Finanzämtern und Jobcentern faktisch als unfähig und faul bezeichnest.

    ich habe nicht alle so dargestellt ich habe in meinen Ausführungen sogar eingeräumt, das es bei den Stellen auch Einzelne mit Ahnung gibt, leider ist das eben nicht die Mehrzahl, ich bin leider aufgrund widriger Umstände lang genug dabei das ich davon ein Bild zusammen bekommen habe und nicht nur so was daher schreibe um euch aufzuregen ...

    Persönlich kann ich mich bei Ämtern nicht beklagen. Wenn ich dort etwas möchte, wird mir da auch geholfen.

    Das ist dann die glückliche Lage in der du dich befindest, die Einzelnen mit Ahnung und Anstand, davon habe ich leider erst zu spät mitbekommen, dass es solche Mitarbeiter auch gibt. Aber die Mehrzahl gerade im JC hat nicht das Interesse am Helfen, was auch logisch ist, denn die haben ihren Job, weil die Bedürftigen keinen haben und damit meine ich die Bedürftigen, nicht die die sich vor die Kamera setzen und damit protzen, wie leicht man das System ausnehmen kann. Allerdings wie ich schon sagte, diese späte Erkenntnis durch aktuellen Kontakt zu "Menschen" sogar innerhalb des JC hilft nichts an der grundlegenden Haltung derer die da drumrum wursteln etwas zu ändern.

    Hunde die bellen, beißen nicht? -> nun, ich bin kein Hund. -> Ich belle nicht. - Ich Beiße! 8o

  • Ups, sorry, jetzt hab ichs abgeschickt und mein Text ist weg. Egal, ist eh allmählich zu OT.

    Liebe Grüße
    Susi

  • Ach, wir Menschen aus dem öffentlichen Dienst sind es gewohnt, dass wir dumm, ungebildet, faul und was weiß ich nicht noch alles sind und das wir ja überhaupt nichts können.


    Dass - gerade bei den Finanzämtern als auch im JobCenter sowie der Bundes Agentur für Arbeit - einzelne Sachbearbeiter nicht nur für eine Person zuständig sind, sondern teilweise für mehrere Hundert bis Tausend Menschen und diese Personen und sich die Arbeit teilweise auftürmt, wird da gerne schnell vergessen. Man sieht ja nur, dass sie halt von 08:00 - 12:00 Sprechzeit haben, dannach gehen die ja "nach Hause".

    Das ist zwar nach wie vor hart offtopic, aber es bleibt spannend was man mir so in den Beitrag herein interpretiert, das habe ich so nie geschrieben

    Ja, das ist leider häufig dort der Fall, wo die Allgemeinheit kein "Insider-Wissen" über einen Berufszweig besitzt.

    jap, es gibt tatsächlich Leute die kein "Insider-Wissen" haben. Da gibt es aber auch nicht viel zu wissen an den besagten Beispielen ...


    Um das mal so anzuführen, bevor ich die Chance gehabt habe mich dem einen Arbeitgeber der dann offenbar lt. der einen Mitarbeiterin für mich trotz meiner gesundheitlichen Probleme, doch mal in Frage gekommen wäre, vorstellen zu können und ggf. einen Eindruck zu hinterlassen, der eben nicht "der falsche Ton" gewesen wäre, musste ich meine Bewerbung an den bearbeitenden Mitarbeiter im JC schicken und der Mitarbeiter schreibt mir nach Wochen ohne Bewegung in der Sache zurück "Der Arbeitgeber WIRD sich für einen anderen Bewerber entscheiden" - Das bestimmt nämlich der Mitarbeiter, der die Stellenangebote verwaltet, ob ich das Recht habe mich dort persönlich vorzustellen oder nicht, es kommt also gar nicht erst dazu das ich mich "daneben benehmen" oder "im Ton vergreifen" könnte, wenn ich bereits aussortiert werde bevor ich die Chance gehabt hätte und der Arbeitgeber die Chance gehabt hätte, sich von MIR ein Bild zu machen, nicht von dem was die da im JC in meiner Akte stehen haben, sondern von MIR als Person.


    Das war nun aber bezüglich dieser Abgleitenden Debatte die letzte Einlassung dazu, wenn ihr alle das Glück habt, das ihr es rechtzeitig mit Menschen zu tun hattet oder gar nicht mal die Erfahrung machen musstet, euch mit dieser Art Menschen befassen zu müssen, dankt wem auch immer dafür und unterlasst es anderen denen es nicht vergönnt war das Glück zu haben, irgendwas in den Mund oder Hand oder Texte zu legen oder zu interpretieren, was da nie gestanden hat und oder von dem IHR dann in dem Fall keinerlei Ahnung habt.

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  • sogar eingeräumt, das es bei den Stellen auch Einzelne mit Ahnung gibt, leider ist das eben nicht die Mehrzahl

    Auch das würde ich so pauschal aber nicht unterschreiben.

    Ich habe bei Behörden im Laufe meines (nicht mehr ganz so kurzen) Lebens mehrfach "solche und solche" Erfahrungen gemacht, so wie auch die Menschen in meinem Umfeld (inkl. damals meines Vaters, der selbstständiger Unternehmer war).


    Es ist immer sehr stark vom einzelnen Menschen und dessen Kompetenzen wie auch Willen abhängig.

    Und natürlich auch, wie man demjenigen gegenüber tritt. Wenn man die Tür öffnet und gleich lospoltert, muss man sich selten wundern wenn entsprechendes Feedback kommt.

    Ja, auch bei mir wurden schon durch Finanzamt-Umzug Steuer-Unterlagen dort verschlampt und man zeigte sich wenig gewillt, ernsthaft nach diesen zu suchen (das Amt hatte in dem Fall mir gegenüber eine Bringschuld). Mal war der angebliche Sachbearbeiter im Urlaub, beim nächsten Mal hatte er angeblich frei und beim dritten Mal war er "im Meeting" (eine der beliebtesten Ausreden in Deutschland, um Abwesenheit zu simulieren).

    Bis ich damit drohte, ihnen nach noch maximal 30 minütiger Wartezeit das Büro "aufzuräumen" bis ich meine Akte gefunden habe. mit der Ankündigung, dass sie anschließend ihr neues Büro nicht mehr wieder erkennen würden! :D


    Ab da klappte es "plötzlich" innerhalb kürzester Zeit und wie von "Zauberhand" hatte man auf einmal meinen Bescheid bearbeitet. Und ähnliche Fälle waren nicht das erste Mal in meinem Leben. Aber ebenso wenig möchte ich verschweigen, dass ich umgekehrt auch mindestens ebenso viele positive und nette Erfahrungen mit Behörden gemacht habe.

    Von daher wehre ich mich immer gegen derartige Pauschalisierungen ganzer Menschen- oder Berufsgruppen.

    Gruß

    Jörg

    (Jaydee)

  • ich habe nicht alle so dargestellt ich habe in meinen Ausführungen sogar eingeräumt, das es bei den Stellen auch Einzelne mit Ahnung gibt, leider ist das eben nicht die Mehrzahl,

    Ja, du hast tatsächlich "Einzelne" ausgenommen. Damit aber den Großteil über einen Kamm geschert. Einzelne kann sich ja nur auf einen geringen Prozentsatz beziehen. Und dazu kommt, die "Einzelnen" hast du noch mit einem "wenn überhaupt" auf Null eingeschränkt.

    das habe ich so nie geschrieben

    Hast Du nicht? Du solltest vielleicht nochmals nachlesen....

    um gerade das zu vermeiden sitzen die ja in den Ämtern, damit sie nichts von den realen Umständen in der Welt mitkriegen müssen und davon auch nur einen Hauch Ahnung haben müssen.

    Was die tun ist Paragraphen-reiten und wenn ihnen die nicht im Weg stehen, sehen die auch keinen Hinderungsgrund dabei das sich Menschen in den Ruin stürzen bei dem Versuch ein Leben aufzubauen



    Du verlangst aber auch Sachen vom Finanzamt, das geht ja so auch nicht. Auskünfte zu Vorgaben, davon haben da doch nur Einzelne, wenn überhaupt, eine Ahnung, was da erforderlich ist und was nicht.


    und in den Ämtern ist das egal, weil die ja ihr "Leben" haben auf dem Rücken derer die es versuchen ein Leben zu erreichen,

    .... und dich mal selbst reflektieren. Solche Pauschalunterstellungen sind vollkommen daneben und gehen gar nicht.


    Dass es das von dir erlebte tatsächlich gibt, stelle ich nicht in Frage und es wurde dir auch schon an anderer Stelle geschrieben. Das kann ich so auch bestätitgen. Es gibt aber im öffD - egal wo - auch sehr viele Mitarbeiter, die sich tagtäglich den Ar$ch aufreissen und ihr bestes geben, und eine tolle Arbeit leisten. Weit über das hinaus was sie müssen. Denen tust Du damit verdammt unrecht.


    Eine solche Einstellung ist sehr schade und keineswegs Erwachsen.

  • .... und dich mal selbst reflektieren.

    Selbstreflexion, leider eine Eigenschaft, die man nur bei sehr wenigen Menschen findet. Genauso wie wichtige Teile von Empathie, also nicht nur irgendwie Gefühle erkennen, sondern auch mal einen Gedankengang nachzuvollziehen und dafür auch ein gewisses Verständnis zu entwickeln, auch wenn man etwas nicht richtig oder gut findet.

    Dass es das von dir erlebte tatsächlich gibt, stelle ich nicht in Frage und es wurde dir auch schon an anderer Stelle geschrieben. Das kann ich so auch bestätitgen.

    Das Dumme mit den Ämtern - Finanzamt, Arbeitsagentur/JobCenter, aber auch mit den Bürgerbüros und verwandten Stellen - ist oft die Tatsache, dass man in der Regel dort nur hingeht, wenn bei einem selbst ein gewisser Druck vorhanden ist und man auf die Menschen dort angewiesen ist. Man selbst hat ein wichtiges Anliegen, dass auch am besten gestern als heute gelöst werden sollte. Man nimmt sich dann die Zeit, muss sich aber nach den Ämtern und dort den Terminen richten - da fängt der Frust schon an. Wenn dann der Fall noch kompliziert wird oder man selbst durch einen eigenen Fehler den Fall kompliziert macht und der Mitarbeiter nicht sofort oder schnell helfen kann - der Schuh drückt ja - kommt der nächste Frust.


    Da kommt dann meist das zu tragen, was du hier schreibst mit "und dich mal selbst reflektieren". Während man sich selbst kleine Fehler verzeiht, diese nicht wirklich wahrnimmt, werden dem Gegenüber dann kleinste Fehler und Unachtsamkeiten dann als kapitales Versagen unterstellt. Viele erwarten von dem Gegenüber, dass diese Person alles sofort und jetzt weiß, auch entsprechend Zeit hat und sich sofort kompetent um das Problem kümmert. Das merke ich aktuell regelmäßig bei unseren Besuchern und Nutzern, wenn die mal wieder an den Internet-Arbeitsplätzen sitzen und etwas nicht so geht oder sie keine Ahnung haben, genau so unsere Druckstation ... da wird dann von mir, aber auch meinen Kolleg*innen erwartet, dass wir jedes Problem sofort lösen können und das wir alles perfekt sofort können. Wenn man dann den Lesern erklärt, dass man erst mal ein Handbuch kontaktieren muss oder eben sich bei dem, was der Nutzer nun will, nicht aus kennt, geht es sofort los mit den Schimpftiraden und wie "doof" wir doch wären und wenn wir keine Ahnung davon haben, sollen wir sowas ja nicht anbieten usw.


    Ich beobachte das aber nicht nur bei unseren Nutzern, sondern auch bei den Kollegen, aber auch mir selbst immer wieder, es ist also ein menschliches Verhalten. Viele erkennen dieses Muster aber nicht und ja, es gibt sogar Studien dazu, dass man sich selbst Fehler verzeiht, als nicht gravierend wahrnimmt, während man anderen diese Nachsicht nicht wirklich entgegen bringt.

    Es gibt aber im öffD - egal wo - auch sehr viele Mitarbeiter, die sich tagtäglich den Ar$ch aufreissen und ihr bestes geben, und eine tolle Arbeit leisten.

    Ich habe bis heute sehr wenige Kollegen kennengelernt, die sich um Arbeit wirklich gedrückt haben oder keine Ahnung von ihrem Sachgebiet hatten. Genauso wenig habe ich bis heute aber auch nur sehr wenige wirklich leidenschaftliche Kollegen kennengelernt und wenn, dann hat mit der Zeit eine gewisse, sagen wir mal Ernüchterung eingesetzt - auch bei mir.


    Je größer eine Behörde - und das gilt auch für Firmen, umso komplizierter wird das mit den Kollegen und den Vorgesetzten. Da geht dann schnell das Kompetenzgerangel los. Jeder hat seine Aufgaben und "selbstständiges" Arbeiten kann dann schnell auch Konflikte mit den Kollegen und den Vorgesetzten auslösen, auch wenn man es gut meint oder den Kollegen und Vorgesetzten in dem Moment nicht mehr Arbeit aufhalsen will, als sie schon haben.


    Genau so kommt halt zum Tragen, dass man nicht immer nur eine Tätigkeit hat, sondern vieles machen muss und da kommt das nächste Problem: Die Arbeit kommt nicht gut verteilt über die Tage, Wochen und Monate, sondern sie kommt oft in einem großen Batzen und alle wollen dann was von einem. Gerade mit der Steuererklärung ist das so ein Ding: Viele Menschen geben die Steuererklärung kurz vor knapp ab und dann wundern Sie sich, wenn man für sie eben nicht nur ein paar Wochen braucht, sondern es auch mal 3 - 6 Monate dauern kann oder die Akten nicht so schnell kommen, wie man sie selbst braucht.


    Ist bei uns zum Beispiel auch nicht anders: Die Schulen, Kindergärten und damit die Klassen und Gruppen melden sich oft dann, wenn der Bedarf akut ist. Dumm ist dabei, dass erste Referate, Hausarbeiten und Co bei allen immer zur gleichen Zeit geschrieben werden, also kommen alle genau zur gleichen Zeit. Nur wir haben dann eben nicht plötzlich mehr Kapazität und es gehen halt nur 2 - 3 Klassen/Gruppen pro Tag. Aber da gehen dann die Dramen schon los.


    Genauso mit den Themen für Klassenarbeit. Wie oft ich Lehrern schon gesagt habe, dass sie bitte nicht 2 oder 3 Kindern das gleiche Thema geben sollen und dass sie bitte vorher auch mal bei uns in den OPAC sehen sollen, ob wir überhaupt Bücher haben.


    Das primäre Problem und auch der Unmut über Behörden kommt oft eher aus eigener Ungeduld, dem eigenen Termindruck und weil man gerne selbst auch Dinge vor sich herschiebt, bis kurz vor knapp und dann kommt halt auch die menschliche Seite hinzu.

  • Klärt das doch bitte per Konversation. :thumbdown:

    1.) Sind wir hier doch im Offtopic, oder?

    2.) so lange öffentlich Menschen pauschal diffamiert werden, werde ich dazu Stellung nehmen.


    Ich weiss ja nicht was du so dazu sagen würdest wenn man deine Berufsgruppe oder Sparte so darstellt. Und dich damit impliziert.


    Ansonsten hilft weiterscrollen oder Beitrag melden.

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